Landesfinanzen: Butzke: Thüringen auf dem Weg zum Verschuldungsrekord

Datum01.07.2026 11:23

Quellewww.zeit.de

TLDRThüringens Rechnungshofpräsidentin Kirsten Butzke warnt vor einem Schuldenrekord von 17 Milliarden Euro Ende 2025, zuzüglich 4,3 Milliarden für alternative Finanzierungen. Diese Entwicklung sei eine "Zäsur", die den Handlungsspielraum zukünftiger Regierungen stark einschränke. Der Schuldenberg stagnierte zuletzt, obwohl die Schuldenbremse des Bundes gelockert wurde. Thüringen hatte in der Vergangenheit nur in Notlagen neue Schulden aufgenommen, deren Tilgung teils über viele Jahre gestreckt wurde.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Landesfinanzen“. Lesen Sie jetzt „Butzke: Thüringen auf dem Weg zum Verschuldungsrekord“. Thüringen steuert nach Einschätzung von Rechnungshof-Präsidentin Kirsten Butzke auf einen Rekordschuldenstand von rund 17 Milliarden Euro Ende kommenden Jahres zu. Dazu kämen mehr als 4,3 Milliarden Euro, die der Freistaat für seine alternativen Finanzierungsprogramme unter anderem für kommunale Investitionen oder Infrastrukturprojekte aufnehme.  Butzke nannte diese Entwicklung bei der Vorlage des Rechnungshofberichts in Rudolstadt eine "Zäsur in der Finanzpolitik". "Der Handlungsspielraum für künftige Landesregierungen wird immer enger", sagte sie. 2024 habe der Freistaat letztmalig einen kleinen Teil seines Schuldenbergs abgetragen, der damals ein Volumen von 15,6 Milliarden Euro hatte.  Die Schuldenbremse war vom Bund gelockert worden - damit erhielten auch die Bundesländer mehr Finanzierungsspielraum. In der Vergangenheit konnte Thüringen nur in Notlagen - das war beispielsweise in der Corona-Pandemie der Fall - neue Schulden aufnehmen. Für diese musste ein Tilgungsplan aufgestellt werden. Den für die Thüringer Corona-Kredite hat der Landtag zeitlich über viele Jahre gestreckt. © dpa-infocom, dpa:260701-930-315032/1