Vorbestrafter Musiker: Chris Brown nach Hundeangriff auf Haushälterin zu hoher Geldzahlung verurteilt

Datum01.07.2026 10:38

Quellewww.spiegel.de

TLDRChris Brown wurde zu einer Zahlung von fast 13 Millionen Dollar verurteilt, nachdem sein Hund eine ehemalige Haushälterin schwer verletzt hatte. Die Frau wurde bei dem Angriff im Jahr 2020 im Gesicht und am Arm narbig entstellt. Brown bestreitet teilweise die Schuld und behauptet, er habe die Angestellten vor den Hunden gewarnt. Zusätzlich steht ein weiterer Prozess wegen eines Vorfalls im Londoner Nachtclub bevor.

InhaltChris Brown muss einer ehemaligen Angestellten fast 13 Millionen Dollar zahlen. Die Frau wurde von einem Hund des US-Musikers schwer verletzt. Ein weiterer Prozess steht ihm noch bevor. Der Musiker Chris Brown, 37, ist zu einer hohen Geldstrafe verurteilt worden. Der Grammy-Gewinner muss wegen eines Hundeangriffs auf seine ehemalige Angestellte knapp 13 Millionen Dollar zahlen. Nach übereinstimmenden Medienberichten beträgt die genaue Summe 12,9 Millionen Dollar, die der ehemaligen Haushälterin dem Gericht zufolge zustehen. Hinzu kommen 885.000 Dollar für die Schwester der Frau, die zum Zeitpunkt des Angriffs im Jahr 2020 ebenfalls im Dienst war, sowie 50.000 Dollar an den Ehemann der Attackierten. Browns ehemalige Angestellte hatte ihn verklagt, nachdem sie nach eigenen Angaben beim Hinaustragen des Mülls auf Browns Anwesen in Kalifornien von dem Kaukasischen Schäferhund angegriffen wurde. Sie hatte ursprünglich 90 Millionen Dollar Schadensersatz gefordert. Laut dem Magazin "Rolling Stone" blieben bei der Frau durch die Attacke schwere Narben im Gesicht und am linken Arm zurück. Brown hatte zu Beginn des Prozesses eine Mitschuld eingeräumt, sagte jedoch vor Gericht aus, er habe seine damalige Haushälterin und deren Schwester vor den Hunden gewarnt. Er habe ihnen gesagt, sie sollten nur in Begleitung von Sicherheitspersonal nach draußen gehen. Die beiden Haushälterinnen bestritten, ein solches Gespräch mit Brown geführt zu haben. Der Musiker gab vor Gericht an, nach dem Vorfall unter Schock gestanden zu haben. Deswegen habe er auf Rat seines Managers den Tatort verlassen, bevor die Rettungskräfte eintrafen. Der Prozess um die Hundeattacke war nicht Browns einziger. Ihm wird vorgeworfen, 2023 in einem Londoner Nachtclub einen Musikproduzenten mit einer Flasche geschlagen und schwer verletzt zu haben. Brown hat bei einer Anhörung auf nicht schuldig plädiert. Der Prozess soll voraussichtlich im Oktober beginnen. Im Jahr 2009 wurde Brown zudem wegen einer Prügelattacke auf seine damalige Partnerin Rihanna zu fünf Jahren Haft auf Bewährung verurteilt.