Datum01.07.2026 08:03
Quellewww.zeit.de
TLDRRussland hat bei Luftangriffen im Gebiet Dnipropetrowsk fünf Tankstellen getroffen, wobei eine Frau getötet und drei weitere verletzt wurden. Dies ist Teil einer Serie von über 140 Attacken auf Tankstellen seit April, die als Reaktion auf Ukraines Angriffe auf russische Raffinerien interpretiert werden, welche in Russland zu Treibstoffknappheit führen. Im Gegenzug griff die Ukraine die russische Stadt Pensa an, mit Berichten über Angriffe auf Rüstungsbetriebe.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Ukraine-Krieg“. Lesen Sie jetzt „Russland beschießt Tankstellen in der Ukraine“. Russische Luftangriffe haben im ukrainischen Gebiet Dnipropetrowsk über Nacht fünf Tankstellen getroffen. Mehrere Brände seien ausgebrochen, teilte der Gouverneur des Gebiets, Olexander Hanscha, auf Telegram mit. Eine Frau sei getötet worden, außerdem gebe es drei Verletzte. In der Nacht zuvor waren Angriffe auf Tankstellen aus dem nördlichen Gebiet Sumy gemeldet worden. Der ukrainische Branchendienst Naftorynok hat seit April bereits mehr als 140 solcher Attacken gezählt. Sie wirken wie eine Antwort auf die zunehmende Treibstoffkrise in Russland - zunächst auf der besetzten Krim, dann auch in vielen anderen Regionen. Im Land des Angreifers ist Benzin knapp geworden wegen ukrainischer Treffer auf Raffinerien und Versorgungswege. Russland, ein Großexporteur von Öl, führt deshalb nach Kreml-Angaben Gespräche über mögliche Treibstoffimporte. Ihrerseits griffen die ukrainischen Streitkräfte in den Morgenstunden die russische Stadt Pensa an. Sie liegt südöstlich von Moskau und etwa 550 Kilometer von der Ukraine entfernt. Die Gebietsverwaltung bestätigte einen Angriff, äußerte sich aber nicht zu Schäden. Augenzeugen berichteten in sozialen Medien von Rauchsäulen über einem oder mehreren Rüstungsbetrieben. Als Zielorte genannt wurden eine Kugellagerfabrik und ein Institut für Elektromechanik, das Navigationshilfen für Flugzeuge und Raketen entwickelt. Offizielle Bestätigungen gab es nicht. Russland führt seit mehr als vier Jahren einen Angriffskrieg gegen die Ukraine. © dpa-infocom, dpa:260701-930-313997/1