Airbus sendet versehentlich Entführungs-Code – Israel schickt Kampfflugzeuge

Datum01.07.2026 06:35

Quellewww.spiegel.de

TLDREine polnische Passagiermaschine hat versehentlich den Entführungs-Code 7500 gesendet. Aus Sicherheitsgründen stiegen daraufhin zwei israelische Kampfjets auf. Auch die bulgarische Luftwaffe schickte einen Kampfjet. Die Piloten des Airbus führten den Alarm irrtümlich aus, da die zulässige Höchstarbeitszeit der Crew überschritten wurde. Der Flug wurde sicher umgeleitet, und es gab keine Sicherheitsbedenken.

InhaltEine polnische Passagiermaschine schickt einen irrtümlichen Notruf über dem Mittelmeer. Zur Sicherheit steigen zwei israelische Kampfjets auf. Es blieben nicht die einzigen. Mit dem Transponder-Code 7500 signalisieren Passagierflugzeuge eine unrechtmäßige Störung oder eine Entführung. Genau solch einen Entführungsnotruf hat irrtümlich eine Maschine über dem Mittelmeer abgesetzt – und damit einen Einatz des israelischen Militärs ausgelöst. Zwei Kampfjets wurden geschickt. Nach Angaben der polnischen Fluggesellschaft LOT war der Airbus am Dienstag auf dem Weg von Warschau nach Tel Aviv, als "die Crew einen Notfall meldete". Anschließend sei die Meldung im Funkverkehr mit der Flugüberwachung wieder zurückgezogen worden, sagte LOT-Sprecher Krzysztof Moczulski der Nachrichtenagentur AFP. Wegen des von der bulgarischen Airline Electra Airways ausgeführten Fluges ließ auch die bulgarische Luftwaffe einen Kampfjet aufsteigen. Das Verteidigungsministerium in Sofia berief sich ebenfalls auf den Transponder-Code 7500. Eine bulgarische MiG-29 fing das Flugzeug dem Verteidigungsministerium zufolge ab und geleitete es durch den bulgarischen Luftraum. Nachdem es schon auf dem Weg in den türkischen Luftraum gewesen sei, wurde es nach Angaben des Verkehrsministeriums wegen einer Anweisung des Transponders schließlich zum Sitz von Electra Airways in Burgas zurückgeleitet. Grund für den Fehlalarm waren laut LOT-Sprecher Moczulski Beschränkungen wegen der zulässigen Höchstarbeitszeit der Crew. Vonseiten des israelischen Militärs hieß es in einer Erklärung, es gäbe "keine Besorgnis über einen Sicherheitsvorfall".