Datum25.11.2025 04:07
Quellewww.zeit.de
TLDRLaut einem UN-Bericht wird alle zehn Minuten weltweit eine Frau oder ein Mädchen durch familiäre oder partnerschaftliche Gewalt getötet. Im vergangenen Jahr wurden etwa 83.000 Femizide registriert, der Täter war in 60 Prozent der Fälle ein Angehöriger. Besonders häufig treten Femizide in afrikanischen Ländern auf. In Deutschland wurden 308 Frauen und Mädchen Opfer tödlicher Gewalt, oft durch Partner oder Familienmitglieder. Der 25. November markiert den "Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen" und soll auf diese Gewalt aufmerksam machen.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Drastische Zahlen“. Lesen Sie jetzt „UN-Bericht: Weltweit alle zehn Minuten ein Femizid“. Etwa alle zehn Minuten wird nach Schätzungen der Vereinten Nationen eine Frau oder ein Mädchen zum Opfer tödlicher Gewalt innerhalb der Beziehung oder Familie. Im vergangenen Jahr seien weltweit etwa 83.000 Frauen gezielt umgebracht worden - und in rund 60 Prozent der Fälle sei der Täter ein Familienmitglied oder Lebenspartner gewesen, teilten die UN anlässlich des "Internationalen Tags gegen Gewalt an Frauen" mit. Bei getöteten Männern lag der Anteil mit nur elf Prozent drastisch niedriger. Besonders häufig sind derartige Femizide - also Fälle tödlicher Gewalt, in denen Frauen wegen ihres Geschlechts umgebracht werden - laut der UN-Statistik in afrikanischen Ländern. Dahinter folgen Süd- und Nordamerika. In asiatischen und europäischen Ländern gibt es zwar immer noch viele, gemessen an der Einwohnerzahl aber vergleichsweise deutlich weniger Femizide. In Deutschland starben vergangenes Jahr nach aktuellen Zahlen aus dem Bundesinnenministerium 308 Frauen und Mädchen infolge von Gewalttaten. In 191 Fällen handelte es sich beim Täter demnach um den Partner, Ex-Partner oder ein Familienmitglied. Seit mehr als drei Jahrzehnten steht der 25. November weltweit für den "Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen". Der Aktionstag – auch als "Orange Day" bekannt – macht mit orangefarben angestrahlten Gebäuden, öffentlichen Demonstrationen und diversen Veranstaltungen auf die verbreitete Gewalt gegen Frauen und Mädchen aufmerksam. © dpa-infocom, dpa:251125-930-336498/1