Tierrettung: Stattliche afrikanische Schildkröte in Augsburg unterwegs

Datum30.06.2026 23:54

Quellewww.zeit.de

TLDREine große Spornschildkröte, die etwa 50 cm lang und 30 kg schwer ist, wurde in der Nähe einer Augsburger Mülldeponie gefunden. Die Feuerwehr Augsburg suchte nach einem geeigneten Platz und fand diesen schließlich in einer Tierklinik in Gessertshausen. Die Polizei bittet den Besitzer oder Hinweise zu dessen Identität sich zu melden. Spornschildkröten sind die größte lebende Landschildkrötenart Afrikas und anspruchsvolle Tiere, die viel Platz und Verantwortungsbewusstsein für die Haltung erfordern.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Tierrettung“. Lesen Sie jetzt „Stattliche afrikanische Schildkröte in Augsburg unterwegs“. In der Nähe einer Augsburger Mülldeponie ist eine Schildkröte noch unbekannter Herkunft entdeckt worden. Es habe sich um eine "beachtlich große" Spornschildkröte gehandelt, teilte die Feuerwehr mit, die zu der Tierrettung alarmiert worden war. Die Schildkröte sei etwa 50 Zentimeter lang und geschätzte etwa 30 Kilogramm schwer. Die Hauptfeuerwache der Feuerwehr Augsburg suchte nach einem geeigneten Domizil für das Tier. "Nach zahlreichen Telefonaten erklärte sich schließlich die Tierklinik in Gessertshausen bereit, das Tier aufzunehmen und fachgerecht zu versorgen", hieß es. Die Feuerwehr bittet den Besitzer der Schildkröte, sich zu melden - und nimmt auch Hinweise zum möglichen Besitzer entgegen.  Die Spornschildkröte ist die größte auf dem Festland lebende Landschildkrötenart Afrikas. Sie stammt aus der Sahelzone Afrikas, südlich der Sahara, und bewohnt extrem trockene, heiße Savannen- und Halbwüstengebiete mit geringer Vegetation. Sie zählt zu den anspruchsvollsten Schildkrötenarten in der privaten Haltung, wie es auf der Internetseite der Auffangstation für Reptilien München heißt. "Jungtiere wirken oft ruhig und zutraulich, adulte Tiere entwickeln jedoch ein enormes Kraftpotenzial und ein ausgeprägtes Territorial- und Durchsetzungsverhalten." Spornschildkröten seien keine "Streicheltiere" und nicht für Kinder oder unerfahrene Halter geeignet, schrieben die Reptilien-Experten weiter. Erwachsene Tiere könnten Menschen unbeabsichtigt verletzen, insbesondere durch Schieben, Stoßen oder Beißen. Und: "Eine sachgerechte Haltung erfordert extrem viel Platz, stabile Gehege und ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein." © dpa-infocom, dpa:260630-930-312766/1