Datum30.06.2026 15:38
Quellewww.zeit.de
TLDRZwei Polizisten entschuldigten sich vor Gericht für Gewaltanwendung während des G20-Gipfels 2017 in Hamburg. Sie klagten gemeinsam mit einem weiteren Beam
InhaltDas Treffen der Staats- und Regierungschefs im Jahr 2017 in Hamburg war geprägt von Demonstrationen und Gewalt. Im Prozess entschuldigen sich zwei angeklagte Polizisten. Neun Jahre nach den Ausschreitungen rund um den G20-Gipfel in Hamburg haben sich zwei Polizisten zu Beginn eines Prozesses bei einem Gewaltopfer entschuldigt. Das Verfahren am Amtsgericht Hamburg ist laut Staatsanwaltschaft das erste dieser Art; alle weiteren gegen Beamte wurden demnach eingestellt. Angeklagt sind drei Polizeibeamte, denen die Staatsanwaltschaft vorwirft, einen Mann am Bismarck-Denkmal der Hansestadt mit Schlagstöcken und Fäusten geschlagen und verletzt zu haben. Es bestehe der Verdacht der gemeinschaftlichen gefährlichen Körperverletzung im Amt. Der Mann trug Prellungen und Hämatome davon. Zwei der drei Angeklagten räumten ein, dass ihr Vorgehen aus heutiger Sicht nicht gerechtfertigt gewesen sei. Beide entschuldigten sich beim anwesenden Opfer und boten jeweils 500 Euro Schmerzensgeld an. Das Opfer nahm die Entschuldigung an und erklärte vor Gericht, dies bedeute ihm mehr als das Geld. Einer der Angeklagten übergab die angebotenen 500 Euro Schmerzensgeld noch im Gerichtssaal. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.