Rund 40 Organisationen: Bündnis fordert feste Stationen für E-Scooter ab 2027

Datum30.06.2026 14:48

Quellewww.zeit.de

TLDREin Bündnis aus rund 40 Organisationen fordert, E-Scooter in Berlin ab April 2027 nur noch an festen Stationen zuzulassen. Die Organisationen argumentieren, dass herumliegende Roller eine erhebliche Gefahr und Behinderung für Fußgänger, insbesondere für Blinde, Senioren und Menschen mit Mobilitätseinschränkungen, darstellen. Sie kritisieren, dass der aktuelle Senatsplan, eine flächendeckende Mobilitätsstandort-Strategie bis 2035 umzusetzen, zu langwierig sei.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Rund 40 Organisationen“. Lesen Sie jetzt „Bündnis fordert feste Stationen für E-Scooter ab 2027“. E-Scooter sollen der Forderung eines Bündnisses aus rund 40 Organisationen zufolge in Berlin ab April 2027 nur noch an festen Stationen abgestellt werden dürfen. Ende März 2027 liefen die aktuellen Sondernutzungserlaubnisse für den Verleih auf öffentlichen Straßen aus, sagte Roland Stimpel vom Fachverband Fußverkehr Deutschland bei einer Pressekonferenz. "Wir wollen dann nicht E-Scooter verbieten", sagte Stimpel. Der nächste Senat solle aber festschreiben, dass die Roller nur noch an festen Stationen angeboten und abgestellt werden dürfen. Derzeit gebe es davon etwa 100. Nicht nur für Blinde stellten die Roller eine Gefahr und ein Ärgernis dar, auch Senioren, gehbehinderte Menschen, Rollstuhlfahrer oder Eltern mit Kinderwagen seien betroffen, sagte Bedia Kunz, stellvertretende Vorsitzende des Allgemeinen Blinden- und Sehbehindertenvereins Berlin bei der Pressekonferenz.  "Es behindert mich jeden Tag, es gibt keinen Tag, an dem ich keinen Scooter begegne", so Kunz. Zweimal sei sie schlimm gestürzt. Der Teil der Bevölkerung, der durch die herumliegenden Roller behindert werde, sei viel größer als der Teil, der die Geräte wirklich nutze.  Verkehrssenatorin Ute Bonde (CDU) stellte im Frühjahr eine sogenannte Sharing-Strategie für das Jahr 2035 vor. Die Strategie sieht bis dahin die Errichtung eines Netzes aus etwa 3.000 Mobilitätsstandorten in bestimmten Gebieten Berlins vor, in denen 80 Prozent der Berlinerinnen und Berliner wohnten. Der Strategie zufolge sollen für Leih-Fahrräder und E-Scooter nach und nach Parkverbotszonen eingerichtet werden.  Das Bündnis hält eine Umsetzung bis 2035 zu spät. "Das geht einfach nicht, weil ich stolpere und stürze heute und nicht erst in 10 Jahren", sagte Kunz. © dpa-infocom, dpa:260630-930-310306/1