Rundfunkbeitrag: Einnahmen aus dem Rundfunkbeitrag lagen 2025 bei 8,72 Milliarden Euro

Datum30.06.2026 14:38

Quellewww.zeit.de

TLDRDie Einnahmen der öffentlich-rechtlichen Sender aus Rundfunkbeiträgen lagen 2025 bei 8,72 Milliarden Euro, leicht unter dem Vorjahr. Trotz geringfügig weniger angemeldeter Wohnungen stieg die Zahl der Betriebsstätten. Die Debatte über eine Erhöhung des monatlichen Beitrags von derzeit 18,36 Euro auf 18,64 Euro ab 2027 hält an. Befreiungen und Zahlungsrückstände nahmen ab und werden auf finanzielle Schwierigkeiten zurückgeführt.

InhaltGegenüber dem Vorjahr nahmen ARD, ZDF und Deutschlandradio 20 Millionen Euro weniger ein. Es wird weiter über eine Erhöhung des Beitrags debattiert. Die Einnahmen aus dem Rundfunkbeitrag sind 2025 mit 8,72 Milliarden Euro nahezu stabil geblieben. Wie der Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio mitteilte, liegen sie um 20 Millionen Euro unter dem Vorjahreswert. 8,56 Milliarden Euro des Beitrags gingen an die öffentlich-rechtlichen Sender, 164,5 Millionen Euro erhielten die Landesmedienanstalten. Diese beaufsichtigen den privaten Rundfunk. Aus dem Bericht des Beitragsservices ging hervor, dass 2,23 Milliarden Euro an das ZDF, 6,07 Milliarden Euro an die neun ARD-Anstalten und 255 Millionen Euro an das Deutschlandradio flossen. Die Zahl der angemeldeten Wohnungen sank leicht um 0,2 Prozent auf 40,44 Millionen, während die Zahl der Betriebsstätten um 2,6 Prozent auf 4,52 Millionen stieg. Die Zahl der Beitragskonten lag weiterhin bei knapp 47 Millionen. Der Rundfunkbeitrag ersetzt seit 2013 die frühere Rundfunkgebühr und beträgt derzeit 18,36 Euro pro Monat und Haushalt. Für 2027 steht eine von der zuständigen Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) empfohlene Erhöhung auf 18,64 Euro im Raum. Die Erhöhung würde die Ertragslage im kommenden Jahr zusätzlich verbessern. Nach Angaben des Beitragsservices waren 2025 zudem 2,4 Millionen Menschen aus sozialen Gründen von der Beitragspflicht befreit, das sind 2,6 Prozent weniger als im Vorjahr. 3,65 Millionen Beitragskonten befanden sich im Zahlungsverzug, was einem Rückgang von 2,1 Prozent entsprach. Eine grundsätzliche "Verweigerungshaltung" gegenüber dem Rundfunkbeitrag sah der Beitragsservice darin nicht. Die offenen Zahlungen erklärte er vielmehr mit allgemeinen finanziellen Schwierigkeiten der Haushalte.