Datum30.06.2026 12:59
Quellewww.spiegel.de
TLDRDas Festival zum 250. US-Unabhängigkeitstag, initiiert von Donald Trump, leidet unter Absagen und leeren Gassen. Ein Lichtblick für einige ist eine Kuh namens "Melania", deren Besitzer eine Ähnlichkeit mit der First Lady wegen der Haarfarbe sehen. Kritisch wird auch ein Albino-Bulle namens "Donald Trump" erwähnt, der vor der Schlachtung steht, während seine einstige Luxusbehandlung fraglich ist.
Inhalt"Freedom 250" entwickelte sich zuletzt immer mehr zum Pannenfestival. Nun aber gibt es auf Donald Trumps Feier zur US-Unabhängigkeit einen neuen Star: Die Besitzer von Kuh "Melania" sehen Ähnlichkeit mit der First Lady. Wie üblich, wenn der US-Präsident etwas ankündigt, sollte es eine ganz große Sache werden – die Realität auf dem von Donald Trump, 80, initiierten Festival zum 250. Unabhängigkeitstag der USA sieht ein bisschen anders aus: Für die ursprünglich geplanten Gratiskonzerte hagelte es Absagen (weswegen diese dann selbst abgesagt wurden), am "Reflecting Pool" am Lincoln Memorial gedeiht eine prächtige Algenblüte , auf dem Straßenfest herrscht US-Medien zufolge bisweilen eine gähnende Leere . Und nicht nur das: Sogar die Eiscreme schmilzt angeblich vorschnell . Geht hier also möglicherweise einem ganzen Land die Party eines Narzissten am Allerwertesten vorbei? Doch dann sieht man auch Menschen, die durchaus mit Enthusiasmus dabei sind. Dazu gehören offenbar auch viele Mitglieder der FFA, einer US-Bildungsorganisation für junge Menschen im Bereich Landwirtschaft. Die "Washington Post" hat einen FFA-Stand auf dem Fest besucht und sich erklären lassen, was deren Mitglieder zum Unabhängigkeitstag beitragen wollen. Das Video hat die Zeitung dann in sozialen Medien verbreitet. Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung. Man sieht darin eine junge Frau inmitten eines Stalls voller Kühe und Ziegen. Besondere Aufmerksamkeit erhält ein junges Rind mit hellem Fell, immer wieder schwenkt die Kamera auf das junge Tier. "Wir haben versucht, patriotische Namen für das 250. Jahr Amerikas zu finden", erklärt die junge Frau. Schließlich sei man zu der Überzeugung gekommen, dass "Melania" ein guter Name für die Kuh sei. "Es ist der Name der First Lady und bei den Haarfarben haben wir ein Match", sagt sie und geht demonstrativ mit der Stimme nach oben. "Wir dachten: Es passt einfach." Und was soll man sagen? Natürlich sind die Frisuren von Kuh "Melania" sowie von Melania Trump, 56, doch recht unterschiedlich. Aber davon redet die junge Farmerin ja nicht. Sie bezieht sich allein auf die Haarfarbe. Und ob es da tatsächlich ein Match gibt, davon kann sich ja jede und jeder selbst ein Bild machen. Größere Ähnlichkeiten als zwischen den beiden Melanias gab es nach Ansicht mancher Beobachter zuletzt zwischen Donald Trump selbst und einem Albino-Bullen gleichen Namens: Das 700 Kilo schwere Tier bestach durch eine orangefarbene Tolle und genoss den Luxus, viermal täglich baden zu dürfen. Ob das heute immer noch so ist, ist allerdings fraglich: Nach Auskunft seines Besitzers stand "Donald Trump" die Schlachtung bevor.