Datum30.06.2026 11:42
Quellewww.zeit.de
TLDRDie Bundesanwaltschaft hat in Baden-Württemberg einen Rumänen festgenommen, der von Deutschland aus eine rechtsextreme Terrorgruppe in Rumänien aufgebaut haben soll. Ziel war ein "Krieg des Terrors" und die Errichtung eines ns-ähnlichen Staates. Über Messenger-Kanäle warb er Mitglieder an und rief zu Straftaten auf, darunter Brandanschläge und Tötungen. Er soll Anleitungen für Gift und Sprengstoff verbreitet haben. Ihm wird die Gründung einer terroristischen Vereinigung und die Vorbereitung einer staatsgefährdenden Gewalttat vorgeworfen.
InhaltEin Mann aus Rumänien soll von Deutschland aus eine rechte Terrorgruppe in seinem Heimatland aufgebaut haben. Er soll einen "Krieg des Terrors" haben auslösen wollen. Die Bundesanwaltschaft hat in Baden-Württemberg einen Rumänen festnehmen lassen, der eine rechtsextremistische Terrorgruppe in Rumänien aufgebaut haben soll. Der Beschuldigte habe sich seit Anfang 2023 von Deutschland aus um die Gründung einer Vereinigung bemüht, die in Rumänien einen "Krieg des Terrors" entfachen und einen Staat nach nationalsozialistischem Vorbild errichten sollte, teilte die Behörde in Karlsruhe mit. Um Mitglieder anzuwerben, betrieb der Mann den Angaben zufolge zwei Messenger-Kanäle, die sich vorwiegend an junge Rumänen richteten. Dort forderte er Abonnenten demnach zu verschiedenen Straftaten auf, darunter Brandanschläge auf Gebäude, die von Migranten oder LGBTQ-Personen genutzt werden. Außerdem sprach er von der Tötung von "Untermenschen". Auch verbreitete er Anleitungen für Gift, Sprengstoffe, Molotowcocktails und Autobomben. Im Tatzeitraum soll der Beschuldigte teilweise noch Heranwachsender, also unter 21 Jahren alt gewesen sein. Die Bundesanwaltschaft verdächtigt ihn dennoch, als Rädelsführer versucht zu haben, eine ausländische terroristische Vereinigung zu gründen. Zudem warf sie ihm die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat vor. Der Mann wurde am Dienstag im Enzkreis von Polizisten aus Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg festgenommen. Er soll einem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs in Karlsruhe vorgeführt werden, der über die Untersuchungshaft entscheidet.