Appell zur Blutspende: Rotes Kreuz: Hitzewelle lässt Blutspenden einbrechen

Datum30.06.2026 10:21

Quellewww.zeit.de

TLDRDie Hitzewelle hat zu einem Einbruch von rund 40% bei Blutspenden im Westen geführt, da viele Termine abgesagt oder verschoben wurden. Das DRK appelliert dringend an spendefähige Personen, die kühleren Temperaturen für eine Spende zu nutzen. Neben der Hitze stellen die bevorstehenden Sommerferien eine weitere Herausforderung dar, da die Spenden erfahrungsgemäß weiter zurückgehen. Der Blutspendedienst West versorgt über 23 Millionen Menschen in NRW, Rheinland-Pfalz und dem Saarland.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Appell zur Blutspende“. Lesen Sie jetzt „Rotes Kreuz: Hitzewelle lässt Blutspenden einbrechen“. Die Hitzewelle der vergangenen Tage hat zu erheblich weniger Blutspenden im Westen geführt. Auf vielen Terminen zur Blutspende sei angesichts der hohen Temperaturen die Zahl der Spender und Spenderinnen deutlich hinter dem Bedarf zurückgeblieben, teilte der Blutspendedienst West des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) mit.  Viele Menschen hätten ihre Spende verschoben oder Termine kurzfristig abgesagt. Es sei daher rund 40 Prozent weniger Blut gespendet worden, als für eine stabile Versorgung erforderlich sei. Damit sich die angespannte Versorgungslage mit Blutpräparaten erholen könne, appelliere man an alle spendefähigen Menschen, die aktuell weniger heißen Temperaturen für eine Blutspende zu nutzen.  Sorgen bereiten dem DRK-Blutspendedienst auch die Sommerferien im Versorgungsgebiet: In Rheinland-Pfalz und dem Saarland haben sie bereits begonnen, Nordrhein-Westfalen startet in knapp drei Wochen in die Schulferien. Dann sinke die Zahl der Blutspenden erfahrungsgemäß weiter bei gleichbleibendem Bedarf.  "Hitze und Ferien sind jedes Jahr eine besondere Herausforderung", so Stephan David Küpper, Sprecher des DRK-Blutspendedienstes. "Wer jetzt Blut spendet, hilft dabei, Engpässe in den Sommerwochen zu verhindern." Insgesamt stellt der DRK-Blutspendedienst in NRW, Rheinland-Pfalz und dem Saarland nach eigenen Angaben rund 70 Prozent des gesamten Blutbedarfs bereit und sichert damit eine Grundversorgung für mehr als 23 Millionen Menschen im Einzugsgebiet. Daneben können Bürger auch in Unikliniken, vielen Krankenhäusern oder bei kommunalen und privaten Blutspendezentren Blut spenden. © dpa-infocom, dpa:260630-930-308360/1