Debatte um XXL-Turnier: Hellmann findet WM-Aufstockung gut: «Sehr bereichernd»

Datum30.06.2026 06:55

Quellewww.zeit.de

TLDREintracht Frankfurts Vorstandssprecher Axel Hellmann verteidigt die Aufstockung der Fußball-WM auf 48 Teams. Er argumentiert, dass guter Fußball weltweit gespielt wird und die zusätzliche Teilhabe kleinerer Nationen "sehr bereichernd" sei. Hellmann widerspricht der Annahme, die FIFA verfolge primär Profitinteressen, und betont den Stolz für kleinere Länder. Die Erweiterung sei ein Verdienst von FIFA-Boss Infantino. Trotz Kritik wegen möglicher Qualitätsverluste konnten kleine Nationen wie Kap Verde überzeugen. Eine weitere Aufstockung auf 64 Teams wird für 2030 erwogen.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Debatte um XXL-Turnier“. Lesen Sie jetzt „Hellmann findet WM-Aufstockung gut: "Sehr bereichernd"“. Eintracht Frankfurts Vorstandssprecher Axel Hellmann hat die Aufstockung bei der Fußball-Weltmeisterschaft von 32 auf 48 Teams gegen Kritik verteidigt. "Wir neigen in Deutschland gerne dazu, an unserem eurozentrischen Fußballbild der Vergangenheit festzuhalten. Mittlerweile wird aber überall auf der Welt guter Fußball gespielt. Die Spiele sind bis auf ganz wenige Ausnahmen alle sehr ausgeglichen", sagte Hellmann in einem von mehreren Medien veröffentlichten Interview. Hellmann findet die vielen Teams bei der WM in den USA, in Kanada und Mexiko "sehr bereichernd". "Auch andere kleinere Nationen haben den Zugang zu diesem internationalen Topturnier verdient. Da geht es auch um Teilhabe am Weltfußball", erklärte der 54-Jährige. Man dürfe dem Weltverband FIFA nicht immer nur unterstellen, dass es ihm um Profitmaximierung gehe. "Natürlich spielt die wirtschaftliche Seite eine große Rolle, aber es geht eben auch um den Effekt, einer breiteren Zahl von sogenannten kleineren Fußballländern den Stolz des Dabeiseins zu geben." Um die Aufstockung, die ein Projekt von FIFA-Boss Gianni Infantino war, auf erstmals 48 Teams hatte es vor der WM immer wieder Diskussionen gegeben. Es sei eine Überdosis und die spielerische Qualität leide, monierten Kritiker. Allerdings konnten kleinere Fußballnationen wie Kap Verde bei dem Turnier für Furore sorgen. Für die WM 2030 steht sogar eine Erweiterung auf 64 Mannschaften im Raum. © dpa-infocom, dpa:260630-930-307474/1