Nachrichtenpodcast: Beziehungsstatus der Nato? Es ist kompliziert!

Datum30.06.2026 06:42

Quellewww.zeit.de

TLDRDie NATO ist in einer Krise, die Fragen der Lastenverteilung und der Ukraine-Unterstützung sind zentral. US-Präsident Trump fordert höhere Militärausgaben Europas und droht mit unzuverlässiger Unterstützung. In Südafrika verschärft sich die Gewalt gegen Migranten, eine Bürgerbewegung fordert Massenabschiebungen bis heute, während die Polizei oft passiv bleibt.

InhaltDie Nato steckt in einer Beziehungskrise. Worum geht es bei den Gesprächen zwischen Johann Wadephul und Marco Rubio? Und: Gewalt gegen Migranten in Südafrika Außenminister Johann Wadephul hat sich am Montag in Washington mit seinem US-amerikanischen Amtskollegen Marco Rubio getroffen. Im Mittelpunkt der Gespräche stand der kommende Nato-Gipfel am 7. und 8. Juli in Ankara. Dabei ging es vor allem um zwei Fragen: Wie lassen sich die Lasten innerhalb des Bündnisses neu verteilen, und wie kann die Ukraine langfristig unterstützt werden? Das nordatlantische Bündnis hat in den letzten Jahren deutliche Risse bekommen: US-Präsident Donald Trump fordert schon seit längerer Zeit, dass die europäischen Nato-Mitglieder ihre Militärausgaben erhöhen und mehr Verantwortung bei der Verteidigung übernehmen. In diesem Zusammenhang kündigte Washington bereits an, seine Truppenpräsenz in Europa zu reduzieren, während Trump bereits mehrfach drohte, Bündnispartner im Ernstfall nicht zu unterstützen. Politikredakteurin Alice Bota begleitet Wadephul auf seiner Reise. Sie erklärt, welche Themen die Außenminister besprochen haben und ob sich die Europäer auf einen Rückzug der USA aus der Nato einstellen müssen. In Südafrika spitzt sich die Gewalt gegen Migrantinnen und Migranten zu. Die Bürgerbewegung March and March hat ein Ultimatum aufgestellt: Zum heutigen 30. Juni sollen alle illegal Eingewanderten das Land verlassen, andernfalls werde man das ganze Land lahmlegen, so die Gruppierung. Bereits in den letzten Wochen kam es zu gewaltsamen Vorfällen: Im Umfeld der Proteste kam es zu Übergriffen, Plünderungen von Geschäften und Vertreibungen aus Wohnungen. Menschenrechtsorganisationen kritisieren, dass die Polizei oft nur tatenlos zusähe. March and March fordert Massenabschiebungen und strengere Grenzkontrollen und macht Ausländer pauschal für wirtschaftliche Probleme und Kriminalität verantwortlich, ohne es belegen zu können. Christian Vooren ist für die ZEIT dort und berichtet, wie die südafrikanische Regierung auf die aufgeheizte xenophobe Stimmung reagiert und was heute nach Ablauf des Ultimatums konkret zu erwarten ist. Und sonst so? Bei Schnick, Schnack, Schnuck unschlagbar werden Moderation und Produktion: Hannah Grünewald Redaktion: Philip-Johann Moser Mitarbeit Sophia Boddenberg und: Maximilian Renzikowski Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.