Kritik: Zehntausende Euro für Fotos von Ministerinnen und Ministern

Datum30.06.2026 05:00

Quellewww.zeit.de

TLDRNRW-Ministerien geben zehntausende Euro für professionelle Fotos und Videos ihrer Minister aus. Die Ausgaben variieren stark zwischen den Ressorts. Während die Staatskanzlei für Bilder von Ministerpräsident Wüst rund 80.000 Euro zahlte, liegen andere Ministerien deutlich darunter. Wissenschaftsministerin Ina Brandes (CDU) ist die Spitzenreiterin bei den Ausgaben. Der Bund der Steuerzahler fordert eine kritischere Beauftragung externer Dienstleister und verweist auf Ministerien mit gesenkten Kosten als Vorbild.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Kritik“. Lesen Sie jetzt „Zehntausende Euro für Fotos von Ministerinnen und Ministern“. Nicht nur der von der Opposition als "Insta-Präsident" verspottete Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) gibt Geld für Fotos und Videos seiner Arbeit aus. Auch die Ministerien buchen oft externe Dienstleister. Wie eine Umfrage der Nachrichtenagentur dpa in allen Ressorts ergab, gibt es aber große Unterschiede bei den Ausgaben. Zur Einordnung: Für Fotos und Videos von Wüst gab die Staatskanzlei 2025 nach eigenen Angaben 79.778,97 Euro aus - das waren etwa 6.000 Euro weniger als im Jahr zuvor. So hohe Kosten hat tatsächlich kein Ministerium. An der Spitze der Ressorts liegt aber mit Abstand Wissenschaftsministerin Ina Brandes (CDU). Rik Steinheuer, Vorsitzender des Bundes der Steuerzahler in NRW, sagte der dpa: "Auch wenn heutzutage Bilder und Videos allgegenwärtig sind, sollte sich jedes Ministerium zweimal überlegen, zu welchen Gelegenheiten es professionelle Foto- und Videografen beauftragt. An den vorliegenden Zahlen sieht man, dass manche Ministerien in dem Bereich ohne hohe Kosten auskommen und einige ihre Kosten gesenkt haben. Die Spitzenreiter bei den Ausgaben für Fotos und Videos sollten sich diese Ministerien zum Vorbild nehmen." © dpa-infocom, dpa:260630-930-307246/1