Datum30.06.2026 01:04
Quellewww.spiegel.de
TLDREine Explosion in einem Wohnhaus in Monaco verletzte drei Menschen, darunter ein ukrainischer Geschäftsmann, der lebensgefährlich verletzt wurde. Medienberichten zufolge wurde vorab ein Rucksack abgestellt und der Verdächtige flüchtete. Es wird von einem wahrscheinlichen Anschlag mit einem Sprengsatz ausgegangen, der Schrauben und Schrot enthielt. Die Hintergründe der Tat sind unklar.
InhaltEin Rucksack, eine Detonation und drei Verletzte: Das Fürstentum Monaco wurde am späten Montagabend von einer Explosion erschüttert. Einer der Verletzten soll ein ukrainischer Geschäftsmann sein. Drei Menschen wurden Medienberichten zufolge bei einer heftigen Explosion am Eingang eines Wohngebäudes in Monaco verletzt. Kurz vor dem Vorfall soll eine Person an dem Ort beobachtet worden sein, die einen Rucksack abstellte und anschließend floh, wie der französische Sender BFMTV unter Berufung auf die monegassische Sicherheitsbehörde sowie die Regionalzeitung "Monaco-Matin" berichteten . Die verdächtige Person sei auf der Flucht, hieß es zunächst am späten Abend nach der Explosion. Das betroffene Gebäude befindet sich den Medienberichten zufolge in einer Straße an der Grenze zu Frankreich. Der Verdächtige soll demnach zu Fuß in Richtung der französischen Stadt Beausoleil gelaufen sein. Wie aus Ermittlerkreisen verlautete, handelt es sich bei einem der Verletzten um einen ukrainischen Geschäftsmann. Außerdem wurde eine weitere erwachsene sowie eine 13-jährige Person verletzt. Der Geschäftsmann und die zweite erwachsene Person erlitten nach Angaben von Staatsminister Christophe Mirmand lebensgefährliche Verletzungen. Er sprach gegenüber der Nachrichtenagentur AFP von einem "wahrscheinlichen Anschlag" und einem Sprengsatz, der gezündet worden sei. Der Sprengsatz habe offenbar Schrauben und Schrot enthalten. "Dies ist meines Wissens das erste Mal in der Geschichte, dass eine solche Tat im Fürstentum verübt wurde", sagte Mirmand. Staatsanwalt Stéphane Thibault sagte, vor der Explosion habe ein Verdächtiger eine Tasche oder ein Paket in der Eingangshalle deponiert. Die Hintergründe des Geschehens blieben zunächst unklar. Der Bürgermeister der südfranzösischen Stadt Nizza, die rund 20 Kilometer von dem Fürstentum entfernt liegt, bezeichnete den Vorfall in einem Beitrag auf der Plattform X als einen "Anschlag". Es sei eine "Tragödie, die Monaco erschüttert", schrieb Éric Ciotti. Er bekundete volle Unterstützung für die Sicherheits- und Rettungskräfte, die im Einsatz seien. Französische Rettungskräfte trafen nach Angaben aus Kreisen von Frankreichs Innenministerium als Verstärkung vor Ort ein. Es sei zudem eine polizeiliche Zusammenarbeit eingerichtet worden, um den flüchtigen Täter aufzuspüren.