Schüsse in Stade: Merz zeigt sich nach Schusswaffenangriff »erschüttert bis ins Mark«

Datum30.06.2026 00:54

Quellewww.zeit.de

TLDRNach tödlichen Schüssen in einer Jugendhilfeeinrichtung in Stade, bei denen sechs Mitarbeiter starben, zeigen sich Spitzenpolitiker wie Friedrich Merz (CDU) und Olaf Lies (SPD) erschüttert. Die Tat steht vermutlich im Zusammenhang mit einem Sorgerechtsstreit. Ein 45-jähriger Verdächtiger wurde festgenommen. Politiker bekunden ihr Mitgefühl und danken den Einsatzkräften, mahnen aber zur Zurückhaltung bei Spekulationen.

InhaltMenschen, "die helfen und schützen wollten", hätten in Stade ihr Leben verloren, schreibt der Bundeskanzler. Niedersachsens Ministerpräsident nennt die Tat erschütternd. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat nach den tödlichen Schüssen in einer Jugendhilfeeinrichtung in der niedersächsischen Stadt Stade sein Mitgefühl ausgedrückt. "Die Nachricht aus Stade erschüttert bis ins Mark", schrieb der CDU-Politiker auf der Plattform X. Viele Menschen, "die helfen und schützen wollten", hätten ihr Leben verloren oder seien verletzt worden. "Mein Mitgefühl gilt den Opfern und ihren Angehörigen", schrieb Merz weiter. Zudem dankte er den Polizistinnen und Polizisten "für ihren schnellen Einsatz". Bei der Gewalttat in Stade waren am Montag sechs Erwachsene getötet worden. Nach Angaben der Polizei handelt es sich bei den Toten um Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Jugendhilfeeinrichtung. Hintergrund der Tat ist nach ersten Erkenntnissen vermutlich ein Sorgerechtsstreit. Der mutmaßliche Täter ist ein 45-Jähriger aus dem Raum Hannover. Er wurde noch am Nachmittag auf der Flucht festgenommen. Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies (SPD) bezeichnete den Schusswaffenangriff als "erschütternd". Die Tat mache "die gesamte Landesregierung tief betroffen", teilte Lies mit. Zugleich bat er darum, "jetzt keine voreiligen Schlüsse zu ziehen und den Ermittlungen den nötigen Raum zu geben". Es sei "die Zeit für Trauer, Anteilnahme und sachliche Ermittlungsarbeit und nicht für Spekulationen und Verunsicherung". Innenministerin Daniela Behrens (SPD) sprach von einem entsetzlichen Tag für Stade und ganz Niedersachsen. Sechs Menschen seien brutal aus dem Leben gerissen worden. Ihre Gedanken seien bei den Opfern und ihren Angehörigen. Sie dankte den Einsatzkräften und wünschte ihnen viel Kraft, das Erlebte zu bewältigen. Tiefes Mitgefühl gelte den Opfern "dieser schrecklichen Tat sowie deren Hinterbliebenen", teilte Stadtrat Carsten Brokelmann auf der Internetseite der Stadt mit. Er gab zudem Entwarnung für Eltern von Kindern in einer nahe liegenden Kita und Grundschule. "Wir sind froh, dass es unseren Mitarbeitenden und den Kindern in Kita und Grundschule gut geht, und ich bedanke mich bei den Polizistinnen und Polizisten für ihren Einsatz in dieser unübersichtlichen Lage."