Weiterhin Glutnester: Waldbrand: Evakuierung von Traisen aufgehoben

Datum29.06.2026 21:45

Quellewww.zeit.de

TLDRDie Evakuierung von Traisen wegen eines Waldbrands am Rotenfels wurde aufgehoben. Der Brand, der auf munitionsbelastetem Gebiet ausgebrochen war, ist größtenteils gelöscht. Glutnester im Waldgebiet erfordern jedoch eine fortwährende Absperrung. Zwar können die Bewohner zurückkehren, aber die Zufahrt zum Rotenfels und der dortige Waldorfkindergarten bleiben gesperrt. Die Munitionsbelastung im Gebiet ist eine Hinterlassenschaft aus dem Zweiten Weltkrieg.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Weiterhin Glutnester“. Lesen Sie jetzt „Waldbrand: Evakuierung von Traisen aufgehoben“. Die wegen des Waldbrands am Rotenfels im Kreis Bad Kreuznach verfügte Evakuierung des Ortes Traisen ist aufgehoben worden. Das teilte die Kreisverwaltung mit. Der Brand sei dort ausgebrochen, wo die höchste Kampfmittelbelastung gewesen sei - und dort sei er auch zuerst erloschen. "Die Stelle hat sich mittlerweile deutlich abgekühlt, sodass nach intensiver Abwägung auf Ebene der Einsatzleitung gemeinschaftlich die Entscheidung getroffen wurde, die Evakuierung von Traisen ab sofort aufzuheben", hieß es. Die Stelle der höchsten Munitionsbelastung sei seit mehr als 24 Stunden ausgebrannt. Die Bewohner von Traisen und der Aussiedlerhöfe könnten zurückkehren. Weiter gesperrt blieben allerdings die Zufahrt zum Rotenfels mit den dahinterliegenden Anwesen sowie der Waldorfkindergarten. Das gesamte Waldgebiet werde als Einsatzstelle abgesperrt bleiben, weil es dort noch Glutnester gebe. Teile des Gebiets am Rotenfels waren nach Angaben des Innenministeriums zum Ende des Zweiten Weltkriegs ein Sprengplatz für Munitionsreste von deutschen oder alliierten Streitkräften. Wie viel Munition noch im Boden liegt, sei nicht bekannt, sagte ein Ministeriumssprecher. © dpa-infocom, dpa:260629-930-306488/1