Nach dem heißen Wochenende: Frankfurt und Hitze: «Notfallrettung ist im Ausnahmezustand»

Datum29.06.2026 19:47

Quellewww.zeit.de

TLDRDie Frankfurter Notfallrettung befindet sich im Ausnahmezustand. Nach einem heißen Wochenende verzeichnete die Feuerwehr rund 50% mehr Einsätze als üblich, primär aufgrund hitzebedingter Notfälle. Sowohl die Leitstelle als auch der Rettungsdienst und Krankenhäuser sind extrem ausgelastet. Trotz erhöhter Vorhaltungen von Rettungsmitteln konnten die außergewöhnlich hohen Zahlen und zwei Waldbrände nur mit Mühe bewältigt werden, was die Grenzen des Personals und der Technik aufzeigt.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Nach dem heißen Wochenende“. Lesen Sie jetzt „Frankfurt und Hitze: "Notfallrettung ist im Ausnahmezustand"“. Rund 50 Prozent mehr Notfalleinsätze als im Durchschnitt: Die erwartete Entlastung nach dem heißen Wochenende ist den Einsatzkräften in Frankfurt/Main zufolge noch nicht eingetreten. "Die Auslastung in der Leitstelle sowie im Rettungsdienst und in den Krankenhäusern ist weiter extrem erhöht", teilte die Feuerwehr der Stadt mit. Wegen der hohen Temperaturen seien am Wochenende deutlich höhere Zahlen an hitzebedingten Notfällen zu verzeichnen gewesen. Neben dem täglichen Einsatzgeschehen galt es demnach zusätzlich, zwei Waldbrände zu bewältigen. "Wir haben die witterungsbedingte höhere Belastung im Rettungsdienst am Wochenende erwartet und die Vorhaltung an Rettungsmitteln bereits im Vorfeld erhöht", teilte Direktor Markus Röck von der Branddirektion mit. "Sowohl am Samstag als auch am Sonntag waren jeweils mehr als 500 Rettungsdiensteinsätze abzuarbeiten. Im Durchschnitt verzeichnen wir rund 350 Rettungsdiensteinsätze pro Tag." Auch am Montag lagen die Zahlen demnach über dem, was man mit vorgeplanten Einsatzkräften leisten könne. Es sei gelungen, die hohen Zahlen in Kooperation bestmöglich aufzufangen. "Aber wir müssen es ganz deutlich sagen: Die Notfallrettung ist im Ausnahmezustand", betonte Röck. "Derzeit kommen wir sowohl technisch als auch personell an unsere Grenzen." © dpa-infocom, dpa:260629-930-306171/1