Bündnis Sahra Wagenknecht: BSW fordert AfD zu Debatte zwischen Wagenknecht und Weidel auf

Datum29.06.2026 19:15

Quellewww.zeit.de

TLDRDas Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) hat der AfD ein Debattenangebot unterbreitet und kritisiert die "Brandmauer" als undemokratisch. Die Partei, die sich und die AfD als Opfer eines "Mainstreams" betrachtet und öffentlich-rechtliche Sender als "Staatsfunk" bezeichnet, lädt Alice Weidel zu einem Rededuell mit Sahra Wagenknecht ein

InhaltDas BSW geht überraschend offen auf die AfD zu und kritisiert die Brandmauer. Die Partei schlägt per Brief ein Rededuell zwischen Sahra Wagenknecht und Alice Weidel vor. Mit einem Brief an Alice Weidel und Tino Chrupalla sucht das Bündnis Sahra Wagenknecht die Nähe der AfD. In dem zweiseitigen Schreiben, das der ZEIT vorliegt, kritisiert die BSW-Spitze um Fabio de Masi und Amira Mohamed Ali die Brandmauer zur AfD als "undemokratisch". Vielmehr stellt der Brief beide Parteien und ihr Spitzenpersonal als Opfer eines sogenannten "Mainstreams" dar. Den öffentlich-rechtlichen Rundfunk bezeichnet das BSW als "propagandistischen Staatsfunk". Aus dieser Umschreibung leitet die BSW-Führung eine Einladung an Alice Weidel ab, zu einem selbstorganisierten, öffentlichen Duell mit Sahra Wagenknecht. "Was der ÖRR und die großen Talkshows nicht mehr leisten, wollen wir (...) selbst in die Hand nehmen", schreiben de Masio, Ali und Generalsekretär Oliver Ruhnert. Die Rede ist von zwei Duellen im September, in Magdeburg und Schwerin. Stattfinden sollen die Debatten demnach auf den Wahlkampfbühnen beider Parteien. In Sachsen-Anhalt und in Mecklenburg-Vorpommern stehen Landtagswahlen im September an. In dem Brief versucht die BSW-Spitze gemeinsame Vorhaben und politische Vorstellungen mit der AfD auszuloten. Gleichzeitig distanziert sie sich auch von politischen Forderungen und Teilen des Personals der AfD.  Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.