Weltgesundheitsorganisation: Ausbruch des Hantavirus geht zu Ende

Datum29.06.2026 04:14

Quellewww.spiegel.de

TLDRDie Weltgesundheitsorganisation (WHO) gibt Entwarnung bezüglich des Hantavirus-Ausbruchs im Zusammenhang mit der "Hondius"-Kreuzfahrt. Nach Aussagen von WHO-Chef Ghebreyesus nähert sich der Ausbruch dem Ende. Alle Kontaktpersonen der identifizierten Fälle in Südafrika, Spanien und den Niederlanden haben ihre Nachbeobachtungszeiten abgeschlossen, ohne dass weitere Erkrankungen auftraten. Insgesamt gab es 13 Fälle, darunter drei Todesfälle. Das Schiff, auf dem sich auch die einzig Mensch zu Mensch übertragbare Hantavirus-Variante Andes fand, hatte eine Kreuzfahrt in Argentinien begonnen.

InhaltDas Schicksal der Passagiere der "Hondius" hatte weltweit für Schlagzeilen gesorgt. Die Angst vor einer Verbreitung des gefährlichen Hantavirus war groß. Jetzt gibt die Weltgesundheitsorganisation Entwarnung. Der Hantavirus-Ausbruch neigt sich nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) dem Ende zu. Das schrieb WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus auf der Plattform X. Die Lage bleibe stabil. Alle Kontaktpersonen der beiden Fälle, die in Südafrika identifiziert worden seien, hätten ihre Nachbeobachtungszeit abgeschlossen, ohne dass weitere Fälle gemeldet worden seien. Auch in Spanien und den Niederlanden seien die Quarantäne- und Nachbeobachtungszeiten abgeschlossen. 30 Kontaktpersonen würden noch nachbeobachtet, hieß es weiter. Die Gesamtzahl der Fälle liege weiter bei 13, darunter drei Todesfälle. Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung. Auf einer in Argentinien begonnenen Kreuzfahrt des Schiffes "Hondius" der niederländischen Reederei Oceanwide Expeditions hatten sich mehrere Menschen mit dem Hantavirus – konkret mit dem südamerikanischen Andes-Typ des Virus – angesteckt. Das Andesvirus gilt als einziges Hantavirus, bei dem es vereinzelt auch Mensch-zu-Mensch-Übertragungen geben kann. Üblicherweise werden Hantaviren von Nagetieren übertragen, etwa durch Kotpartikel in aufgewirbeltem Staub. Rund 150 Menschen aus 23 Ländern waren demnach auf der "Hondius". Wegen des Ausbruchs legte das Schiff im Mai an der Insel Teneriffa an, von wo die Passagiere unter speziellen Sicherheitsvorkehrungen in ihre Heimatländer reisen konnten. Schon vor Wochen hatte die WHO das Risiko für die breite Bevölkerung als gering bewertet und bekräftigt, dass keine Gefahr einer großen Ansteckungswelle oder Pandemie bestand. Vor knapp einer Woche war auch für eine noch in Quarantäne verbliebene Kontaktperson in Deutschland der Ausnahmezustand beendet worden. Die Person sei während des gesamten Beobachtungszeitraums symptomfrei gewesen und habe gesund die Quarantäne verlassen, hatte Baden-Württembergs Gesundheitsminister Oliver Hildenbrand (Grüne) erklärt. Aus seiner Sicht könne der Fall in Baden-Württemberg als abgeschlossen bewertet werden. Die WHO hatte eine Überwachung der Menschen vom Schiff bis zum 21. Juni empfohlen.