Datum29.06.2026 04:00
Quellewww.zeit.de
TLDRDie Nordamerikanische Stauden-Lupine breitet sich unkontrolliert in der Eifel aus und stellt eine ökologische Gefahr dar. Sie gefährdet insbesondere artenreiche Magerwiesen und -weiden, indem sie heimische Pflanzen verdrängt. Ursprünglich im 19. Jahrhundert als Zierpflanze eingeführt, reichert sie den Boden mit Stickstoff an und vermehrt sich stark über Samen und Ausläufer. Dies führt dazu, dass konkurrenzschwache heimische Kräuter und Wildblumen kaum eine Chance haben.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Nicht heimisch“. Lesen Sie jetzt „Ökologische Gefahr? Invasive Stauden-Lupine breitet sich aus“. Die ursprünglich aus Nordamerika stammende Stauden-Lupine breitet sich in der Eifel in der freien Landschaft vielerorts unkontrolliert aus: "Was im Garten attraktiv wirkt, stellt in der freien Landschaft jedoch eine erhebliche ökologische Gefahr dar", teilte die Untere Naturschutzbehörde der Kreisverwaltung Bitburg-Prüm mit. Von der Ausbreitung besonders betroffen sind demnach artenreiche Magerwiesen und -weiden. Im Eifelkreis zählten dazu die Lebensräume auf dem Mohrweiler Plateau oberhalb von Kyllburg. "Dort gefährdet die Stauden-Lupine zunehmend die verbliebenen artenreichen Magergrünlandflächen", hieß es. Um diese zu schützen, müsse eine weitere Ausbreitung verhindert werden. Die Vielblättrige Lupine, auch Stauden-Lupine genannt, ist eine beliebte Zierpflanze. Von Mai bis September trägt sie auffällige blaue bis violette Blüten und wird bis zu 1,50 Meter hoch. Die Pflanze wurde demnach im 19. Jahrhundert als "Zier- und Bodenverbesserungspflanze" nach Europa eingeführt. Durch ihre Fähigkeit, Stickstoff im Boden anzureichern, sowie ihre starke Vermehrung über Samen und Ausläufer verdränge sie zunehmend heimische Pflanzenarten. Eine einzelne Pflanze könne bis zu 2.000 Samen pro Jahr produzieren. "Besonders blütenreiche Kräuter und Wildblumen haben gegenüber der konkurrenzstarken Stauden-Lupine kaum eine Chance", hieß es. © dpa-infocom, dpa:260629-930-300959/1