US-Staaten Utah und Colorado: Drei US-Feuerwehrleute sterben bei Einsätzen gegen Waldbrände

Datum29.06.2026 00:47

Quellewww.spiegel.de

TLDRDrei US-Feuerwehrleute starben in Utah und Colorado bei der Brandbekämpfung in einem "Burnover", einer Situation, in der Fluchtwege abgeschnitten sind. Tausende Feuerwehrleute kämpfen gegen Großbrände im Westen der USA, verschärft durch Trockenheit und Wind. Auch in Deutschland gibt es zahlreiche Waldbrände, teils auf munitionsbelasteten Gebieten, was die Löscharbeiten erschwert.

InhaltDie Männer gerieten in einen sogenannten Burnover - alle Fluchtwege waren abgeschnitten. In den USA sind drei Feuerwehrkräfte bei Buschfeuern ums Leben gekommen. Auch in Deutschland brennt der Wald. Drei Feuerwehrleute sind beim Löschen von Waldbränden im Westen der USA gestorben. Zwei weitere Helfer seien bei dem Einsatz im Grenzgebiet der US-Bundesstaaten Utah und Colorado verletzt worden, teilte die Bundesbehörde für Waldbrandbekämpfung mit. Die Feuerwehrleute seien bei ihrem Einsatz in eine sogenannte Burnover-Lage geraten , hieß es. Bei diesen lebensgefährlichen Situationen werden Fluchtwege abgeschnitten und die Einsatzkräfte müssen in Behelfsunterkünften vor den Flammen Schutz suchen. Der Gouverneur von Colorado hat für die betroffene Region den Notstand ausgerufen. Somit kann auch die Nationalgarde zur Brandbekämpfung mobilisiert werden. Ein aus dem Nachbarstaat Utah kommendes Feuer sei in Colorado auf eine Fläche von über 11.000 Hektar angewachsen, teilten die Behörden mit. Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung. Im Westen der USA kämpfen Tausende Feuerwehrleute im Großeinsatz gegen zahlreiche Wald- und Buschfeuer. In Utah wütet seit Tagen das sogenannte "Cottonwood"-Feuer. Der Großbrand hat sich mittlerweile auf eine Fläche von über 37.000 Hektar ausgebreitet. Eine Eindämmung ist laut Informationen der Feuerwehr von Utah bisher nicht gelungen. Niedrige Luftfeuchtigkeit, trockenes Brennmaterial, sommerliche Temperaturen und starke Winde verschärfen die Lage. Auch in Deutschland gibt es nach Tagen der Sommerhitze immer mehr Waldbrände. In einem schwer zugänglichen Waldstück im Kreis Bad Kreuznach (Rheinland-Pflaz) brennt es in einem mit Munition belasteten Gebiet. Sicherheitshalber wurde der nahe Ort Traisen komplett geräumt, insgesamt sind rund 650 Menschen betroffen, wie der Kreis mitteilte. Die Feuerwehr versucht, mit einem Großaufgebot ein weiteres Ausbreiten der Flammen zu verhindern. Ausgebrochen war der Waldbrand am Samstagnachmittag an einem Steilhang. Das Problem: In dem Gebiet liegen Kampfmittel, deswegen können Teile des Gebiets nicht betreten und die Flammen nicht direkt bekämpft werden. In dem Sperrgebiet steht auch ein Funkturm, der laut Landrätin Bettina Dickes (CDU) unter anderem für den Funkverkehr des Katastrophenschutzes wichtig ist. Für den Fall eines Ausfalls des Turms sollte ein Ersatzmast bereitgestellt werden. Schwierig blieb die Lage auch in der Gohrischheide an der Grenze zwischen Sachsen und Brandenburg. Dort flammte ein Feuer auf einem ebenfalls munitionsbelasteten Gelände erneut auf. Weil sich noch Altmunition im Boden befindet, können die Einsatzkräfte gegen den Brand nur eingeschränkt vorgehen. Im Harz gerieten bei Blankenburg rund 4,5 Hektar Wald in Brand. Rund 120 Feuerwehrleute sowie zwei Löschflugzeuge kämpften gegen die Flammen. In Thüringen brannte bei Meuselwitz ein etwa sechs Hektar großes Waldgebiet auf einem ehemaligen Bergbaugelände. Die Rauchentwicklung war so stark, dass sie zeitweise bis nach Leipzig zog. Der DWD warnte weiter vor einer hohen bis sehr hohen Waldbrandgefahr in vielen Regionen. Tote Bäume, trockener Boden, brennbares Unterholz: Im Harz gilt die zweithöchste Waldbrand-Warnstufe. Der Feuerwehrmann Kai-Uwe Lohse ist hier mit Freiwilligen im Einsatz – und einem Flugzeug, das sie "Hexe" nennen. Zur Reportage geht es hier .