Datum28.06.2026 21:44
Quellewww.spiegel.de
TLDRErmittler fanden im kalifornischen "No-Kill"-Tierheim Miranda’s Rescue Animal Sanctuary mindestens 117 tote Hunde, viele mit Schussverletzungen. Hinweise auf Tierquälerei und Betrug führten zur Durchsuchung, bei der auch Hundeschädel und Knochen entdeckt wurden. Eine Scheune könnte als Tötungsort gedient haben. Die Ermittlungen laufen, nach Spenden und Übernahmegebühren finanziert.
InhaltNach Hinweisen auf mutmaßliche Tierquälerei haben Ermittler das Gelände eines Tierheims in Kalifornien durchsucht. Sie fanden mehr als hundert vergrabene Hundekadaver. Die Untersuchungen dauern an. Auf dem Gelände eines Tierheims im US-Bundesstaat Kalifornien haben Ermittler die Überreste von mindestens 117 Hunden gefunden. Viele der Tiere weisen nach Angaben der Behörden Schussverletzungen auf. Wie das Sheriffbüro des Humboldt County mitteilte, wurden bei der Durchsuchung des rund 20 Hektar großen Geländes von Miranda’s Rescue Animal Sanctuary in Fortuna zudem 21 Hundeschädel sowie Hunderte weitere Knochen und Tierüberreste entdeckt. In einer Scheune fanden Ermittler einen Bereich, in dem Hunde nach ihrer Einschätzung getötet worden sein könnten. In unmittelbarer Nähe lagen mehr als 600 Hundehalsbänder. Sheriff William Honsal sprach von einem "grauenhaften Tatort". Allerdings sei bislang noch niemand angeklagt worden. Die Ermittlungen begannen nach Angaben der Behörden im April, nachdem "glaubwürdige Hinweise" auf mutmaßliche schwere Fälle von Tierquälerei, Betrug und Verschwörung eingegangen waren. Den Anstoß sollen unter anderem zwei Tierschutzaktivisten gegeben haben. Einer von ihnen besitzt ein Nachbargrundstück und hatte mithilfe von Wildkameras Aktivitäten in der Nähe einer mutmaßlichen Begräbnisstätte dokumentiert. Später gruben die Aktivisten nach Angaben der Ermittler selbst Hundeüberreste auf dem Gelände aus. Mithilfe eines Bodenradars entdeckten die Ermittler schließlich 117 vergrabene Hundekadaver in unterschiedlichen Stadien der Verwesung. Bei den Röntgenuntersuchungen von 70 Tieren fanden sie in zahlreichen Fällen Geschosssplitter. Zudem wurden weitere, bereits stark verweste Tierüberreste gefunden. Das Tierheim bezeichnet sich selbst als "No-Kill"-Einrichtung und nimmt nach eigenen Angaben Hunde aus Tierheimen sowie von Privatpersonen auf. Finanziert wird der Betrieb durch Übernahmegebühren und Spenden. Die Ermittlungen dauern an. "Diese Untersuchung hat gerade erst begonnen", erklärte Sheriff Honsal. Es gelte nun, umfangreiche Beweismittel auszuwerten und zahlreiche Zeugen zu befragen.