Datum28.06.2026 19:18
Quellewww.spiegel.de
TLDRIn Lüdenscheid soll eine 18-Jährige ein Neugeborenes aus einem Krankenhaus entführt haben, indem sie sich als Mitarbeiterin ausgab. Der Säugling wurde kurz darauf wohlbehalten wieder gefunden. Die Tatverdächtige, die wegen anderer Delikte polizeibekannt ist, wurde anhand von Überwachungskameras identifiziert und festgenommen. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts auf Kindesentführung und Menschenraub.
InhaltIn NRW hat die Polizei eine junge Frau festgenommen, die sich als Krankenhausmitarbeiterin ausgegeben und einen Säugling mitgenommen haben soll. Der Junge wurde wohlbehalten gefunden. Die Polizei hat eine 18-Jährige festgenommen, die in Lüdenscheid in Nordrhein-Westfalen ein Neugeborenes aus einem Krankenhaus mitgenommen haben soll. Die Frau habe den Jungen am Samstagnachmittag aus einem Patientenzimmer geholt, teilte die Polizei des Märkischen Kreises mit. Die mutmaßliche Täterin trug demnach einen hellblauen Kittel und gab sich als eine Mitarbeiterin des Krankenhauses aus. Knapp eine Stunde nach diesem Vorfall hätten Zeuginnen und Zeugen den Jungen im Nebenraum eines Parkhauses entdeckt. Ein Rettungswagen habe ihn anschließend zurück ins Krankenhaus gefahren. Das sieben Tage alte Baby sei weder verletzt noch überhitzt gewesen, berichtete ein Sprecher der Hagener Staatsanwaltschaft. Die Tatverdächtige wurde anhand von Überwachungskameras identifiziert, wie die Polizei dem SPIEGEL bestätigte. Zunächst hatte die Bild-Zeitung berichtet. Demnach wurde die junge Frau am Sonntag gegen 17 Uhr an ihrer Wohnanschrift festgenommen. Die Polizei ermittelt inzwischen nicht mehr nur wegen Kindesentführung, sondern auch wegen Menschenraubes. Dies wird mit einer Freiheitsstrafe geahndet. Die 18-Jährige sei wegen verschiedener Delikte polizeibekannt, heißt es. Über die Hintergründe der Tat ist derzeit noch nichts bekannt. Der Bild-Zeitung zufolge hatte die zunächst unbekannte Frau der Mutter bei dem Vorfall am Samstag erklärt, das Baby müsse zu einer Untersuchung mitgenommen werden. Die Tatverdächtige habe eine große Brille getragen und eine dunkle Umhängetasche bei sich gehabt, heißt es. Die Polizei hatte das Parkhaus abgesperrt, um Spuren zu sichern, und begonnen, nach der Unbekannten zu fahnden. Zwischenzeitlich habe es jedoch zahlreiche Hinweise aus der Bevölkerung gegeben, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft. Diese wurden ebenso wie die Aufnahmen der Überwachungskameras ausgewertet.