Koalition: Miersch sieht Rentenpaket vor schneller Verabschiedung

Datum24.11.2025 16:02

Quellewww.zeit.de

TLDRSPD-Fraktionschef Matthias Miersch erwartet die Verabschiedung des Rentenpakets im Bundestag in der kommenden Woche. Ein stabiler Rentenanspruch ist zentral für die Koalition und wurde von den SPD-Mitgliedern im Koalitionsvertrag unterstützt. Die Mütterrente soll bis zum 1. Januar in Kraft treten. In der Union gibt es jedoch Widerstand, vor allem von der Jungen Gruppe der CDU/CSU, die Änderungen fordert, um die finanziellen Auswirkungen zu begrenzen.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Koalition“. Lesen Sie jetzt „Miersch sieht Rentenpaket vor schneller Verabschiedung“. Der SPD-Fraktionsvorsitzende Matthias Miersch erwartet nach eigener Darstellung, dass der Bundestag das Rentenpaket in der kommenden Woche verabschiedet. Er gehe davon aus, "dass wir das in der nächsten Sitzungswoche machen", sagte Miersch in Berlin. Dies ist in der kommenden Woche. Für weitere Verhandlungen sehe er keinen Spielraum. Zum Rentenpaket gebe es einen einstimmigen Beschluss des Kabinetts. Ein stabiles Rentenniveau sei ein Hauptbestandteil der Koalitionsvorhaben. "Und es ist im Übrigen auch etwas gewesen, was bei der Mitgliederentscheidung der SPD eine sehr, sehr wichtige Rolle gespielt hat", erklärte Miersch mit Blick auf die mehrheitliche Zustimmung Hunderttausender SPD-Mitglieder zum Koalitionsvertrag im April 2025.  Die SPD verweigere sich weiteren Reformen "in keiner Weise". Aber: "Wir haben in den Koalitionsverhandlungen eindeutig erklärt, dass wir ein Rentenpaket zunächst verabschieden", sagte Miersch. Er wies dabei ausdrücklich auf ein von der CSU vorangetriebenes Vorhaben hin: Ein Ziel sei auch, dass die Mütterrente zum 1. Januar in Kraft trete. Auch dazu brauche es einen gewissen Vorlauf. In der Union gibt es heftigen Protest gegen das Rentenpaket, mit dem die Koalition das Rentenniveau - also das Verhältnis zu den Löhnen - bis 2031 festschreiben will. Die Junge Gruppe der CDU/CSU-Fraktion verlangt Änderungen, weil laut Gesetzentwurf auch nach 2031 noch ein um ein Punkt höheres Rentenniveau gelten soll. Die Junge Gruppe stemmt sich gegen die dafür anfallenden Milliardenkosten. © dpa-infocom, dpa:251124-930-335129/1