Donald Trump: Trump will Lance Schroyer zum neuen ICE-Direktor machen

Datum27.06.2026 23:29

Quellewww.spiegel.de

TLDRDonald Trump hat Lance Schroyer, einen Polizisten aus Oklahoma mit 29 Jahren Erfahrung, zum neuen Direktor der US-Einwanderungsbehörde ICE nominiert. Schroyer soll illegale Einwanderer und Kriminelle verstärkt festnehmen und abschieben. Seine Ernennung bedarf der Zustimmung des Senats. Diese Personalie folgt auf den Rücktritt von Todd Lyons, der zuvor wegen harter Vorgehensweisen der Behörde unter Druck geraten war und dies mit der Regierungspolitik verteidigte.

InhaltEin früherer Polizist aus Oklahoma soll Chef der umstrittenen US-Einwanderungsbehörde ICE werden. Nach dem Willen von Präsident Donald Trump übernimmt Lance Schroyer den Posten. Der Senat muss der Personalie noch zustimmen. Lance Schroyer soll künftig die US-Einwanderungsbehörde ICE führen. Das hat Präsident Donald Trump auf der Plattform Truth Social angekündigt. Schroyer habe 29 Jahre Erfahrung im operativen Polizeidienst in Oklahoma, so Trump. Heimatschutzminister Markwayne Mullin bestätigte Schroyers Nominierung auf X.  Schroyer habe die "nötigen Fähigkeiten, um illegal eingereiste Kriminelle, darunter Mörder, Vergewaltiger und Drogenhändler, in einem noch nie dagewesenen Ausmaß festzunehmen und abzuschieben", schrieb Trump. Der Senat muss den Vorschlag noch absegnen. Zuvor hatte Todd Lyons die Behörde geleitet, bis er Ende Mai seinen Posten als Direktor aufgab. Bereits im Februar war Lyons zunehmend unter Druck geraten. Anlass waren Berichte über ein besonders hartes Vorgehen der Einwanderungsbehörde. Bei einer Anhörung im Kongress sah sich Lyons scharfer Kritik von demokratischen Abgeordneten ausgesetzt, die den Einsatz seiner Behörde teils mit "Gestapo"-Methoden verglichen. Lyons wies diese Vorwürfe entschieden zurück und verteidigte den Kurs der Regierung unter Präsident Donald Trump, insbesondere die verschärfte Abschiebepolitik. Während Republikaner Lyons den Rücken stärkten und den Demokraten vorwarfen, durch eine zu liberale Migrationspolitik selbst zur Eskalation beigetragen zu haben, verschärfte sich der politische Ton weiter. Unter anderem kündigte Lyons damals an, die Einsätze der ICE vornehmlich in demokratisch regierten Städten noch auszuweiten. Unter Trump haben die Einwanderungsbehörden eine beispiellose Kampagne zur Abschiebung von Millionen Einwanderern ohne gültigen Aufenthaltstitel gestartet. Das Vorgehen der Einsatzkräfte hat in den USA massive Proteste ausgelöst – besonders nach den tödlichen Schüssen auf die US-Bürger Renée Good und Alex Pretti im Januar.