Kultur: Kabarettist Schaller verabschiedet sich von der Bühne

Datum27.06.2026 15:14

Quellewww.zeit.de

TLDRDer 86-jährige Kabarettist Wolfgang Schaller verabschiedet sich im Oktober nach über 56 Jahren Bühnenpräsenz von der Dresdner Herkuleskeule. Er war maßgeblich an rund 60 Programmen beteiligt und leitete das Kabarett künstlerisch, bevor er diese Funktion an seinen Sohn übergab. Schaller, der auch weiterhin Texte schreiben und Kolumnen verfassen will, bedauert seinen Abschied von der aktiven Bühne, betont aber die fortwährende Bedeutung des politischen Kabaretts für ihn.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Kultur“. Lesen Sie jetzt „Kabarettist Schaller verabschiedet sich von der Bühne“. Einer der prägenden Köpfe des ostdeutschen Kabaretts zieht sich von der Bühne zurück: Der langjährige Chef und Autor der Dresdner Herkuleskeule, Wolfgang Schaller, soll im Oktober seine letzten regulären Auftritte im Kabarettkeller des Kulturpalastes absolvieren. Der 86-Jährige wolle sich künftig auf das Schreiben konzentrieren, teilte das Kabarett mit. Schaller gehört der Herkuleskeule seit mehr als 56 Jahren an. Seit 1970 schrieb der 1940 in Breslau geborene und in Görlitz aufgewachsene Kabarettist nach Angaben des Hauses rund 60 Programme, viele davon gemeinsam mit seinem langjährigen Autorenpartner Peter Ensikat. Lange Jahre war er zudem künstlerischer Leiter der Herkuleskeule, bevor er die Verantwortung 2020 an seinen Sohn Philipp Schaller übergab. Noch bis zum 18. Oktober steht Schaller gemeinsam mit seiner Frau Birgit im Programm "Eh ich's vergesse" auf der Bühne. Insgesamt sind bis dahin noch sechs Vorstellungen geplant. Danach will er weiterhin Texte schreiben und seine derzeitigen Stücke aktualisieren. Auch seine Kolumnen sollen fortgesetzt werden. Bei ausgewählten Terminen könne er zudem weiterhin live zu erleben sein. Der Abschied von der Bühne falle ihm nicht leicht. Politisches Kabarett sei für ihn nach wie vor ein wichtiger Teil seines Lebens. "Auch wenn ich natürlich weiß, dass ich mit meiner Meinung oft anecke", sagte Schaller. © dpa-infocom, dpa:260627-930-294777/1