Datum27.06.2026 13:53
Quellewww.zeit.de
TLDRDie hohen Temperaturen locken zahlreiche Badegäste an die Ostseeküste, was zu vollen Stränden und gut ausgelasteten Strandkörben führt. Die Wassertemperaturen sind auf bis zu 29 Grad gestiegen und laden zum Schwimmen ein. Rettungsschwimmer berichten von vielen kleineren Erste-Hilfe-Leistungen und Kreislaufproblemen aufgrund der Hitze. Sie warnen vor einer zu schnellen Abkühlung und appellieren an Eltern, auf ihre Kinder zu achten.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Abkühlung“. Lesen Sie jetzt „Hitze sorgt für volle Ostseestrände - "absolutes Badewetter"“. Volle Strände, volles Wasser - die hohen Temperaturen ziehen die Menschen an die Ostsee. Der Strand sei "brechend voll", sagte gegen Mittag etwa Lukas Reuter von der DLRG-Ortsgruppe Haffkrug-Scharbeutz. "Zumindest in den Kernorten Timmendorfer Strand und Scharbeutz ist es wirklich voll." Ähnlich klang es in Warnemünde. "Die aktuelle Situation ist exzellent", freute sich der dortige Strandkorbvermieter Alexander Fritz. Zu seiner Ware sagte er: "Das ist jetzt im Augenblick wirklich das begehrteste Gut." Durch die Reservierungen sei er schon mit 90-prozentiger Auslastung in den Tag gestartet. Besonders beliebt bei Strandbesuchern war laut Fritz auch der Strandbereich dicht am Wasser vor den Strandkörben. Das berichtete auch DLRG-Rettungsschwimmer Sven Leckebusch in Grömitz. "Der Strand ist voll. Also ich würde sagen, es sind 99 Prozent aller Strandkörbe belegt. Davor befinden sich dann Strandmuscheln, Sonnenschirme, Handtücher." Viele Menschen seien im Wasser. Kein Wunder angesichts der Temperaturen: Die betrug laut Leckebusch gegen Mittag 29 Grad. Bereits am Morgen um 9.00 Uhr war das Wasser demnach 22 Grad warm. Auch der Strand in Binz auf Rügen war nach Angaben der dortigen Rettungsschwimmer gegen Mittag voll - trotz An- und Abreisetag. Bereits um 9.00 Uhr morgens habe die Lufttemperatur 27 und die Wassertemperatur 20 Grad betragen. Statt Badenotfällen berichtete Reuter bislang eher von medizinischen Notfällen in Form von Kreislaufproblemen wegen der Hitze. "Ansonsten viele kleine Erste-Hilfe-Leistungen, also Pflaster kleben und so." Es gebe keine besonderen Strömungen. "Es ist absolutes Badewetter." Die Menschen sollten langsam ins Wasser gehen und sich dabei abkühlen, um nicht den Kreislauf zu überfordern. Wichtig sei zudem, ausreichend zu trinken. Außerdem appellierte er angesichts voller Strände an Eltern, dass sie auf ihre Kinder achten "und das Handy mal weglegen vielleicht". Ein paar Kinder habe man schon suchen müssen, aber auch wiedergefunden. Er empfahl zudem den Strandticker, der unter anderem über die Auslastung der Strandabschnitte der inneren Lübecker Bucht informiert. © dpa-infocom, dpa:260627-930-294412/1