Datum27.06.2026 13:04
Quellewww.spiegel.de
TLDRKarolína Muchová gewann das Tennisturnier in Bad Homburg nachogliad in der Aufgabe von Naomi Osaka wegen Fußproblemen. Das einseitige Finale endete vorzeitig. Muchová hofft nun auf Rückenwind für Wimbledon, wo sie in den Vorjahren früh ausschied. Das Turnier war wegen Hitze vorgezogen worden.
InhaltEin einseitiges Finale in Bad Homburg fand dazu noch ein vorzeitiges Ende: Naomi Osaka hinderten Fußprobleme am Weiterspielen. Siegerin Karolína Muchová hofft auf Rückenwind, um ihre Wimbledon-Serie zu brechen. Karolína Muchová aus Tschechien hat bei der Wimbledon-Generalprobe in Bad Homburg den Titel geholt. Die 29-Jährige profitierte im Finale vor den Augen von Deutschlands Ex-Tennis-Star Angelique Kerber von der Aufgabe der Japanerin Naomi Osaka. Die viermalige Grand-Slam-Turniergewinnerin musste nach 46 Minuten beim Stand von 6:1, 1:0 für Muchová wegen Fußproblemen aufgeben. Die Zuschauerinnen und Zuschauer in der hessischen Kurstadt sahen von Beginn an ein einseitiges Endspiel, das Muchová nach Belieben dominierte. Beim Stand von 0:3 im ersten Satz nahm Osaka eine Verletzungspause, um sich am rechten Fuß behandeln zu lassen. Die 28-Jährige konnte zunächst zwar weitermachen. Nach dem ersten Spiel im zweiten Durchgang gab Osaka dann aber auf – auch, um womöglich nicht ihren Start beim am Montag beginnenden Rasenklassiker in Wimbledon zu riskieren. "Sehr schade, dass Naomi aufgegeben hat, weil wir haben alle sehr auf das Finale hingefiebert. Aber das ist Sport. Und das muss man akzeptieren", sagte Turnier-Sportdirektorin Kerber. Sie hatte vor einer Woche in einem Showmatch gegen ihre Freundin Ana Ivanović aus Serbien ihren Abschied vom Tenniscourt gefeiert. Muchová erhält durch den Turniersieg nicht nur mehr als 161.000 Euro, sondern auch 500 Weltranglistenpunkte. Außerdem sammelte die French-Open-Finalistin von 2023 mit ihrem dritten Karrieretitel auf der WTA-Tour Selbstvertrauen für Wimbledon. Wegen der Hitzewelle wurde das Endspiel in Bad Homburg am Samstag um zweieinhalb Stunden vorverlegt. In Bad Homburg war mit Eva Lys lediglich eine deutsche Spielerin am Start. Die Hamburgerin verlor ihre Auftaktpartie gegen die US-Amerikanerin Emma Navarro in zwei Sätzen. Muchová, die eigentlich nicht als Rasenspezialistin gilt, trifft in Wimbledon zum Auftakt auf die Russin Anastasia Sacharowa. In den vergangenen vier Jahren war die Weltranglistenelfte jeweils in der ersten Runde in London gescheitert.