Reform: CDU-Politiker will Rente mit 63 so schnell wie möglich abschaffen

Datum27.06.2026 01:51

Quellewww.zeit.de

TLDRCDU-Politiker Pascal Reddig fordert die schnelle Abschaffung der Rente mit 67, um die Finanzierbarkeit der Altersvorsorge zu sichern. Er plädiert dafür, auf eine lange Übergangsfrist zu verzichten und die Regelung so früh wie möglich auslaufen zu lassen. Vertrauensschutz für bereits Geplante sei dabei zu berücksichtigen. Die Rentenkommission hatte eine Abschaffung des vorzeitigen Renteneintritts ohne Abschläge nach 45 Beitragsjahren empfohlen. Die Regierung kündigte eine zügige Umsetzung an.

InhaltPascal Reddig, Mitglied der Rentenkommission, plädiert dafür, die vorzeitige Rente ohne fünfjährige Übergangsfrist abzuschaffen. Nur so könne die Trendwende gelingen. Der CDU-Politiker Pascal Reddig fordert eine schnelle Abschaffung der sogenannten Rente mit 63. "Wenn wir eine Trendwende schaffen wollen, müssen wir uns beeilen und nicht erst noch alle geburtenstarken Jahrgänge abschlagsfrei vorzeitig in Rente gehen lassen", sagte Reddig dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). "Deswegen sollte die Abschaffung so früh wie möglich greifen. Eine Übergangsfrist von fünf Jahren wäre zu lang." Er räumte aber ein, es brauche auf jeden Fall Vertrauensschutzregeln. "Wer sich etwa darauf eingestellt hat, im nächsten Jahr frühzeitig abschlagsfrei in Rente zu gehen, für den wird das sicher noch möglich sein. Aber viel länger können wir das nicht mehr zulassen." Reddig war Mitglied der Rentenkommission, die der Regierung am Dienstag 33 Empfehlungen für einen tiefgreifenden Umbau der Altersvorsorge vorgelegt hatte. Er ist Vorsitzender der Jungen Gruppe in der Unionsfraktion – zu ihr zählen 18 Abgeordnete, die zu Beginn der Legislaturperiode höchstens 35 Jahre alt waren. Der Kommissionsbericht sieht unter anderem vor, den vorzeitigen Renteneintritt ohne Abschläge nach 45 Beitragsjahren abzuschaffen. Dieser ist als "Rente mit 63" bekannt, wobei er faktisch heute erst ab 64,5 Jahren möglich ist. Im Bericht ist die Rede davon, dass die Abschaffung "unter Berücksichtigung des verfassungsrechtlich gebotenen Vertrauensschutzes" zum frühestmöglichen Zeitpunkt geschehen solle. Konkretisiert wird dies nicht. Kanzler Friedrich Merz (CDU) und Sozialministerin Bärbel Bas (SPD) hatten angekündigt, das von der Kommission vorgeschlagene Maßnahmenbündel zügig und vollständig umzusetzen.