Datum26.06.2026 20:54
Quellewww.spiegel.de
TLDRUS-Präsident Trump droht Ländern mit 100-prozentigen Zöllen auf sämtliche Güter, sollten diese eine Digitalsteuer für amerikanische Techkonzerne einführen. Die EU kündigte eine "umgehende und entschlossene" Reaktion an, um ihre Rechte zu wahren. Frankreich bleibt trotz der Drohung bei seiner Digitalsteuer, was frühere Spannungen, wie die Androhung von Zöllen auf französischen Wein, aufleben lässt.
InhaltUS-Präsident Trump versucht, die Daumenschrauben anzusetzen: Er stellt allen Ländern, die eine Digitalsteuer gegen amerikanische Konzerne planen, drastische Konsequenzen in Aussicht. Die EU reagiert. Der US-Präsident Donald Trump lässt den Handelsstreit mit der Europäischen Union erneut aufflammen: Jegliche Güter aus einem Land würden mit Zöllen in Höhe von 100 Prozent belegt, sollte das Land eine Digitalsteuer für amerikanische Unternehmen einführt. Das schrieb Trump auf der Plattform Truth Social . Die Zölle würden an die Stelle aller vereinbarter Zollabkommen treten, schrieb Trump weiter. Die Europäische Union reagierte am Abend mit einer einer erster Stellungnahme: Ein Sprecher der EU-Kommission erklärte, man werde "umgehend und entschlossen" reagieren, um eigene Rechte und die regulatorische Autonomie zu wahren, sollten "ungerechtfertige unilaterale Maßnahmen angestrebt werden." Vergangene Woche hatte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron bekannt gegeben, dass Frankreich sich dem Druck Trumps nicht beugen und seine Digitalsteuer für US-amerikanische Techkonzerne nicht zurücknehmen würde. Trump hatte gedroht, 100-Prozent-Zölle auf französischen Wein zu erheben. Frankreich erhebt seit 2019 eine Abgabe von drei Prozent auf Erlöse aus digitalen Dienstleistungen, die in Frankreich von Unternehmen erzielt werden, die dort mehr als 25 Millionen Euro und weltweit 750 Millionen Euro umsetzen.