Datum26.06.2026 19:50
Quellewww.spiegel.de
TLDRUS-Präsident Trump wirft dem Iran vor, gegen eine Waffenruhe verstoßen zu haben, indem er Drohnenangriffe auf Schiffe in der Straße von Hormus verübt hat. Er spricht von mindestens vier Angriffen, einer davon auf ein Frachtschiff. Dies geschieht vor dem Hintergrund einer umstrittenen Vereinbarung zur Öffnung der Straße von Hormus. Iran verlangt Gebühren für die Durchfahrt.
InhaltDer US-Präsident spricht von einem "törichten Verstoß gegen unsere Vereinbarung": Donald Trump wirft Iran vor, mehrere Drohnenangriffe auf Schiffe in der Straße von Hormus durchgeführt, konkretisiert seine Vorwürfe allerdings nicht. Donald Trump hat Teheran bezichtigt, erneut Schiffe in der Straße von Hormus angegriffen zu haben. Dies sei ein Verstoß gegen die Waffenruhe, schreibt der US-Präsident auf der Plattform Truth Social. Iran habe mindestens vier Drohnenangriffe gegen Schiffe in der Straße von Hormus gestartet, behauptet Trump in seinem Beitrag. Eine der Drohnen habe ein Frachtschiff getroffen. Der Frachter konnte demnach aber seine Fahrt trotz Schadens fortsetzen. Das US-Militär habe die anderen drei Drohnen abgeschossen. "Dies ist offensichtlich ein törichter Verstoß gegen unsere Waffenruhe-Vereinbarung", schreibt Trump. Nähere Angaben, wann sich genau die Angriffe ereignet haben sollen, machte er nicht. Am Donnerstag war ein Angriff auf ein Frachtschiff in der Straße von Hormus bekannt geworden. Die britische Behörde für die Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) teilte mit, ein "unbekanntes Projektil" habe die Brücke des Schiffs beschädigt. Der Vorfall vor der Küste Omans ereignete sich wenige Stunden, nachdem Irans Revolutionswächter gewarnt hatten, dass Durchfahrten nur auf von Teheran festgelegten Routen sicher seien. Jegliche Konsequenzen infolge der Befahrung nicht genehmigter Routen würden in der "alleinigen Verantwortung des Schiffseigners, des Charterers und des Kapitäns" liegen, heißt es in einem Beitrag der für den Persischen Golf zuständigen iranische Behörde PGSA bei X. Die Weltschifffahrtsorganisation IMO hatte zuvor die jüngst gestartete Evakuierung von Schiffen rund um die für den globalen Handel mit Öl, Gas und Dünger wichtigen Meerenge vorläufig gestoppt. Die Straße von Hormus war wochenlang faktisch blockiert gewesen, als zunächst Iran mit Drohungen und Angriffen auf zivile Schiffe begann und später die USA iranische Häfen blockierten. Vorausgegangen waren amerikanisch-israelische Angriffe auf Iran. Inzwischen haben sich Washington und Teheran vorläufig auf ein Ende der Kampfhandlungen geeinigt. Die Öffnung der Straße von Hormus für die Schifffahrt ist ein zentraler Bestandteil dieses Rahmenabkommens. Iran verlangt von allen Schiffen eine Beantragung der Durchfahrt (lesen Sie hier mehr). Nach Ablauf der im Abkommen mit den USA genannten 60 Tage will das Land Gebühren für die Passage verlangen. Mehr zum Abkommen: Wo sich die USA und Iran einig sind – und wo großer Streit droht