Strafprozess: SUV-Fahrer kommt wegen tödlicher Kollision vor Gericht

Datum26.06.2026 14:52

Quellewww.zeit.de

TLDREin Prozess beginnt in Düsseldorf gegen einen 36-jährigen SUV-Fahrer wegen fahrlässiger Tötung und Unfallflucht. Dem Profisportler wird vorgeworfen, am 3. Dezember 2023 einen 26-jährigen Mann auf der A44 erfasst und dessen Tod verursacht zu haben, während dieser auf dem Seitenstreifen stand. Der Angeklagte bestreitet, den Mann gesehen zu haben, räumt aber womöglich die Kollision eingeräumt. Fahrzeugteile und Handydaten führten zur Identifizierung des Mannes. Zeugen berichten, er sei angehalten und weitergefahren.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Strafprozess“. Lesen Sie jetzt „SUV-Fahrer kommt wegen tödlicher Kollision vor Gericht“. Rund drei Jahre nach dem Tod eines jungen Mannes auf der Autobahn 44 in Düsseldorf muss ein 36-Jähriger wegen des Vorwurfs der fahrlässigen Tötung und Unfallflucht vor Gericht. Der Prozess gegen den SUV-Fahrer beginne am 21. September vor dem Amtsgericht Düsseldorf, wie eine Gerichtssprecherin sagte. Der Angeklagte, ein Profisportler aus Niedersachsen, soll am frühen Abend des 3. Dezember 2023 mit seinem SUV auf der A44 in Höhe der Abfahrt Düsseldorf-Messe unterwegs gewesen sein. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft sei er dabei zu weit rechts gefahren und habe einen 26 Jahre alten Mann erfasst, der wegen einer Reifenpanne auf dem Seitenstreifen neben seinem Auto stand. Der Mann starb wenige Tage später an seinen schweren Verletzungen. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Fahrer zudem vor, den Zusammenstoß bemerkt und sich vom Ort entfernt zu haben, ohne sich um den Verletzten zu kümmern. Der Beschuldigte bestreite nicht grundsätzlich, die Kollision wahrgenommen zu haben, so das Gericht. Er habe aber den Mann auf dem Seitenstreifen nicht gesehen.  Ermittelt worden war der Fahrer laut Staatsanwaltschaft über Fahrzeugteile, die an der Unfallstelle gefunden wurden. Diese hätten zu einem Range Rover mit einer seltenen Speziallackierung gepasst. Zudem hätten weitere Ermittlungen ergeben, dass das Mobiltelefon des Beschuldigten zur Unfallzeit am Unfallort eingeloggt gewesen sei.  Die beiden 17-jährigen Beifahrer des getöteten Ukrainers hatten damals ausgesagt, der SUV-Fahrer habe etwa 300 Meter weiter angehalten, sei ausgestiegen, habe seinen Wagen auf Schäden kontrolliert und sei weitergefahren. © dpa-infocom, dpa:260626-930-289788/1