Datum26.06.2026 14:50
Quellewww.zeit.de
TLDRNiedersachsen lehnt Werksschließungen bei Volkswagen entschieden ab. Ministerpräsident und Stellvertreterin bekräftigen, dass das Land als 20%-Aktionär keiner Lösung zustimmen wird, die auf Schließungen oder die Infragestellung der Mitbestimmung setzt. Stattdessen betont die Landesregierung, dass VWs Zukunft von wettbewerbsfähigen Produkten und strategischer Ausrichtung abhängt, nicht von Stellenabbau. Dies ist eine Reaktion auf Berichte über eine mögliche Verschärfung des Sparkurses und den Wegfall von bis zu 100.000 Stellen.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Volkswagen“. Lesen Sie jetzt „Niedersachsen lehnt Werksschließungen bei VW ab“. Im Ringen um mögliche verschärfte Sparpläne bei VW spricht sich Niedersachsens Landesregierung weiter gegen Werksschließung aus. "Das Land Niedersachsen wird keiner Entwicklung zustimmen, die auf Werksschließungen als vermeintlich einfache Lösung setzt oder die bewährte Mitbestimmung infrage stellt", teilten Ministerpräsident Olaf Lies (SPD) und seine Stellvertreterin Julia Willie Hamburg (Grüne) in einer gemeinsamen Stellungnahme mit. Das Land ist mit 20 Prozent an VW beteiligt, Lies und Willie Hamburg vertreten das Land mit Stimmrecht im VW-Aufsichtsrat. "Das Land Niedersachsen wird seine Verantwortung dort mit der gebotenen Sorgfalt wahrnehmen", erklärten die beiden mit Blick auf mögliche Sparmaßnahmen. "Die Zukunft von Volkswagen wird nicht dadurch gewonnen, dass man immer neue Werksschließungen oder immer größere Stellenabbauprogramme in den Fokus stellt", heißt es in der Stellungnahme. "Entscheidend ist, dass der Konzern wieder aus eigener Stärke überzeugt - mit wettbewerbsfähigen Fahrzeugen, innovativen Produkten, einer konsequenten Nutzung von Synergien und einer klaren strategischen Ausrichtung." Das "Manager Magazin" hatte zuvor berichtet, der Konzern wolle seinen Sparkurs deutlich verschärfen. Bis zu 100.000 Stellen könnten weltweit wegfallen, doppelt so viele wie bisher geplant. Vier Werken in Deutschland droht demnach die Schließung - darunter möglicherweise auch Hannover und Emden. © dpa-infocom, dpa:260626-930-289767/1