Datum26.06.2026 13:34
Quellewww.zeit.de
TLDRDer "Hessen-Monitor" zeigt einen Kontrast in Hessen: Hohe Zustimmung zur Demokratie als Idee (über 95%) trifft auf kritische Bewertung der politischen Praxis (nur 64% Zufriedenheit). Zugleich besteht eine starke regionale Verbundenheit (85% zur Gemeinde, 81% zu Hessen), was auf vor Ort gemachte demokratische Erfahrungen hinweist. Die repräsentative Umfrage analysierte Interviews mit 3.208 Bürgern.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Demokratieforschung“. Lesen Sie jetzt „"Hessen-Monitor": Hohe Zustimmung zur Demokratie“. In Hessen gibt es laut einer Umfrage einen auffälligen Kontrast zwischen einer hohen Zustimmung zur Demokratie als Idee und einer kritischen Bewertung der politischen Praxis im Alltag. Das zeigen die Ergebnisse der Studie "Hessen-Monitor", die ein Forschungsteam in Wiesbaden vorgestellt hat. Die repräsentative Befragung habe einerseits eine außerordentlich hohe Unterstützung für die Demokratie bei den Hessen und Hessinnen zum Ausdruck gebracht, teilte Wissenschaftsminister Timon Gremmels (SPD) mit. Demnach befürworteten mehr als 95 Prozent der Befragten die Demokratie als Idee, mehr als 92 Prozent zeigen sich mit der "Demokratie des Grundgesetzes" zufrieden. Kritischer fällt andererseits laut dem Wissenschaftsministerium die Bewertung der politischen Praxis aus. Nur gut 64 Prozent seien mit dem Funktionieren der Demokratie im Alltag zufrieden. Ein weiterer zentraler Befund sei die regionale Verbundenheit. Rund 85 Prozent der Befragten fühlen sich laut "Hessen-Monitor" ihrer Gemeinde verbunden, gut 81 Prozent dem Land Hessen. "Die Studie zeigt damit, dass demokratische Erfahrungen vor allem vor Ort gemacht werden - in Kommunen, Vereinen, Nachbarschaften und öffentlichen Einrichtungen", hieß es. Für den "Hessen-Monitor" wertete das Forschungsteam 3.208 online ausgefüllte Fragebögen aus. Diese stammten von im Mai und Juni 2026 zufällig ausgewählten volljährigen Bürgern unterschiedlichen Alters. Die noch nicht vollständig ausgewertete Studie soll demokratische Einstellungen, gesellschaftliche Entwicklungen sowie Herausforderungen für den Zusammenhalt der Bürger beobachten. © dpa-infocom, dpa:260626-930-285360/2