Datum26.06.2026 12:54
Quellewww.zeit.de
TLDREin 22-Jähriger wurde wegen gewerbs- und bandenmäßigen Betrugs angeklagt. Er soll Teil einer ausländischen Bande gewesen sein, die mit falschen Polizisten rund 680.000 Euro erbeutete. Bei der Festnahme im Dezember 2025 trug er eine Tüte mit 245.000 Euro. Der Mann sitzt in Untersuchungshaft; der Prozessbeginn ist noch offen.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Betrugsmasche“. Lesen Sie jetzt „Falsche Polizisten: Anklage nach Festnahme mit Geldtüte“. Nach dem Anruf eines falschen Polizisten wurde vor einem halben Jahr in Wiesbaden ein junger Mann festgenommen - nun klagt die Staatsanwaltschaft den 22-Jährigen wegen gewerbs- und bandenmäßigen Betrugs an. Es bestehe der Verdacht, dass er Mitglied einer aus dem Ausland agierenden Betrügerbande gewesen sei und in Deutschland eine führende Rolle eingenommen habe, teilten Staatsanwaltschaft und Polizei mit. Der Bande könnten Taten an mehreren Orten Deutschlands zugeordnet werden, von Juni bis Dezember 2025 soll sie Menschen unter anderem mit Anrufen von falschen Polizeibeamten um rund 680.000 Euro betrogen haben. Der Angeklagte wurde im Dezember 2025 festgenommen, als er mit einer mit 245.000 Euro gefüllten Tüte die Wohnung einer älteren Frau verließ, die zuvor telefonisch von falschen Polizisten unter Druck gesetzt worden war. Ermittler einer Behörde in einem anderen Bundesland hatten den Polizisten damals den entscheidenden Hinweis gegeben, dass in Wiesbaden die Übergabe einer hohen Bargeldsumme an die Täter bevorstehe. Der 22-Jährige aus dem Raum Dormagen sitzt seitdem in Untersuchungshaft. Wann der Prozess am Landgericht Wiesbaden beginnt, steht bislang nicht fest. © dpa-infocom, dpa:260626-930-288493/1