Volkswagen: IG Metall und VW-Betriebsrat kritisieren neue Sparpläne

Datum26.06.2026 10:55

Quellewww.zeit.de

TLDRIG Metall und der VW-Betriebsrat weisen vehement neue, von Medien berichtete Sparpläne bei Volkswagen zurück. Diese Pläne, die bis zu 100.000 Stellen weltweit und die Schließung von vier deutschen Werken betreffen könnten, werden als "unverantwortliche Drohungen" kritisiert. Sollten die Pläne weiterverfolgt werden, wollen die Arbeitnehmervertreter dies blockieren. Die Berichte verunsichern die Belegschaft und die betroffenen Regionen. Die Pläne sollen am 9. Juli im Aufsichtsrat diskutiert werden, wo die Arbeitnehmervertreter dank ihrer Mehrheit Mitspracherecht haben.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Volkswagen“. Lesen Sie jetzt „IG Metall und VW-Betriebsrat kritisieren neue Sparpläne“. IG Metall und VW-Betriebsrat üben scharfe Kritik an Berichten über mögliche verschärfte Sparpläne bei VW. "Sollten solche Pläne vorangetrieben werden, würden wir sie mit aller Macht verhindern", heißt es in einer gemeinsamen Stellungnahme von IG-Metall-Chefin Christiane Benner, Bezirksleiter Thorsten Gröger und Betriebsratschefin Daniela Cavallo.  "Die erneuten Medienberichte verunsichern unsere Belegschaft und unsere Standortregionen zu Recht", heißt es in der Mitteilung. "Angriffe auf das VW-Gesetz, die Mitbestimmung und unsere Standorte sind unverantwortliche Drohungen."  Das "Manager Magazin" hatte zuvor berichtet, der Konzern wolle seinen Sparkurs deutlich verschärfen. Bis zu 100.000 Stellen könnten weltweit wegfallen, doppelt so viele wie bisher geplant. Vier Werken in Deutschland drohe die Schließung.  Die Pläne sollen dem Bericht zufolge am 9. Juli im Aufsichtsrat beraten werden. Arbeitnehmervertreter stellen dort die Hälfte der Mitglieder, zusammen mit den beiden Vertretern des Landes Niedersachsen sind sie in der Mehrheit. Das Land ist mit 20 Prozent der Stimmrechte an VW beteiligt. © dpa-infocom, dpa:260626-930-287412/1