Hitzewelle: Städtetag-Vize Conradt: Hitzeschutz zur Pflicht machen

Datum26.06.2026 10:56

Quellewww.zeit.de

TLDRUwe Conradt, Vize des Deutschen Städtetages, fordert, Klimaschutz und -anpassung zur Pflichtaufgabe für Städte zu machen, um Hitzeschutzmaßnahmen zu gewährleisten. Er betont, dass Kommunen derzeit überfordert sind, da freiwillige Maßnahmen und Förderprogramme aufgrund hoher Haushaltsdefizite und mangelnden Personals nicht ausreichen. Eine Pflicht zu Maßnahmen würde auch die Bereitstellung notwendiger finanzieller Mittel erfordern.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Hitzewelle“. Lesen Sie jetzt „Städtetag-Vize Conradt: Hitzeschutz zur Pflicht machen“. Klimaschutz und die Klimaanpassung müssen aus Sicht des Deutschen Städtetages für Städte und Kommunen zur Pflichtaufgabe werden. Dann müsste dafür auch das erforderliche Geld bereitgestellt werden, sagte Vizepräsident Uwe Conradt dem RBB-Inforadio. "Städte tun unheimlich vieles", sagte der CDU-Politiker, der auch Oberbürgermeister in Saarbrücken ist. Klimaanpassungskonzepte würden geschrieben, Hitzeaktionspläne vorbereitet und Trinkbrunnen würden errichtet, nannte Conradt als Beispiele.  Bislang erfolgten die Maßnahmen jedoch auf freiwilliger Basis. Angesichts "historisch hoher Haushaltsdefizite" hätten Kommunen nicht genug Geld für ausreichende Maßnahmen. Zwar gebe es gute Förderprogramme, diese kämen aber nicht überall an, so Conradt: "Wer nicht die Co-Finanzierung leisten kann, wer kein Personal hat für Beantragung und Durchführung, der wird auch nicht die Förderprogramme nutzen." © dpa-infocom, dpa:260626-930-287423/1