Datum26.06.2026 06:01
Quellewww.zeit.de
TLDRDer Bundestag debattiert das Infrastruktur-Zukunftsgesetz, das Planungs- und Genehmigungsverfahren für Verkehrs- und Energieprojekte beschleunigen soll. Kritiker befürchten eine Schwächung des Naturschutzes durch die Einstufung als "überragendes öffentliches Interesse" und mögliche Ausgleichszahlungen. Gleichzeitig häufen sich Betrugsfälle bei Booking.com, wo gefälschte Inserate und nicht existente Unterkünfte Reisende schädigen. Das Unternehmen räumt Sicherheitsprobleme ein.
InhaltDer Bundestag will den Infrastruktur-Ausbau mit einem neuen Gesetz beschleunigen. Was bedeutet das für den Naturschutz in Deutschland? Und: Betrugsfälle bei Booking.com Der Bundestag stimmt über das Infrastruktur-Zukunftsgesetz ab, mit dem die Bundesregierung den Ausbau und die Sanierung der Infrastruktur beschleunigen will. Grundlage ist ein 500 Milliarden Euro schweres Sondervermögen, das bereits im vergangenen Jahr beschlossen wurde. Ziel des Gesetzes ist es, Planungs- und Genehmigungsverfahren insbesondere bei Verkehrs- und Energieprojekten zu verkürzen. Wichtige Vorhaben sollen künftig als "überragendes öffentliches Interesse" eingestuft werden, wodurch Umwelt- und Anwohnerinteressen stärker zurückgestellt werden könnten. Umstritten ist dabei, dass bei Eingriffen in den Naturschutz in bestimmten Fällen Ausgleichszahlungen vorgesehen sind. Kritiker bemängeln, dass dadurch weniger streng auf den Schutz der Umwelt geachtet wird, damit schneller gebaut werden kann. Was genau in dem Entwurf steht, erklärt Politikredakteurin Petra Pinzler. Auf dem Buchungsportal Booking.com kommt es immer wieder zu Betrugsfällen. Nutzer berichten von angeblichen Unterkünften, die bei der Ankunft nicht existieren, oder Fake-Inseraten, die teilweise über gehackte Hotel-Accounts eingestellt werden. Booking.com verweist darauf, dass betrügerische Angebote in der Regel schnell erkannt und entfernt würden. Gleichzeitig räumt das Unternehmen Sicherheitsprobleme ein und spricht von Zehntausenden gesperrten Accounts im vergangenen Jahr. Auch gibt es Kritik am Umgang mit Betroffenen und an der Erreichbarkeit des Kundenservices. Trotz der Probleme nutzen viele Reisende die Plattform weiter. Welches Ausmaß das Problem hat und wie sich Reisende schützen können, erklärt Jens Tönnesmann, Redakteur im Wirtschaftsressort der ZEIT. Und sonst so? Fußballerin bekommt rund 70.000 Euro Schadensersatz Moderation und Produktion: Azadê Peşmen Redaktion: Imre Balzer Mitarbeit: Mathias Peer, Celine Yasemin Rolle Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Wenn Sie immer auf dem Laufenden bleiben wollen, abonnieren Sie hier die ZEIT auf WhatsApp.