Datum26.06.2026 05:01
Quellewww.zeit.de
TLDRBerlin und Brandenburg leiden unter einer Hitzewelle, die sich am Wochenende mit Temperaturen bis zu 41 Grad Celsius verschärfen wird. Veranstaltungen werden abgesagt, Behörden kürzen Öffnungszeiten. Autofahrer müssen auf Autobahnschäden achten, da Straßenabschnitte gesperrt wurden. Die Waldbrandgefahr steigt, und die Nächte bieten kaum Abkühlung, mit tropischen Temperaturen. Der Deutsche Wetterdienst warnt vor extremer Wetterbelastung und empfiehlt, Mittagshitze zu meiden.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Hitzewelle“. Lesen Sie jetzt „Alltag im Hitze-Modus - und es wird noch heißer“. Grillverbote, abgesagte Open-Air-Veranstaltungen, bröckelnde Autobahnen: Die Hitzewelle trifft Berlin und Brandenburg bereits mit voller Wucht - und am Wochenende wird es noch heißer. Die 40-Grad-Marke könnte nach der Vorhersage des Deutschen Wetterdienstes (DWD) geknackt werden. Der Hitze-Sommer zeigt seine Schattenseiten: Feste und Sportveranstaltungen wurden abgesagt oder verschoben. Notaufnahmen rechneten mit mehr Patienten. Ein Jugendlicher starb am Donnerstag in Berlin nach einem Badeunfall in der Krummen Lanke. Sogar Behörden verkürzen ihre Öffnungszeiten, etwa in Potsdam. Die Suche nach Abkühlung an Badeseen und Freibädern ist groß. Teils wurden Öffnungszeiten verlängert. Besonders vorsichtig müssen Autofahrer sein, weil es zu Hitze-Schäden an Fahrbahnen kommt. Die Polizei und die Autobahn GmbH reagierte am Donnerstag mit Sperrungen auf Autobahnen. Betroffen sind die A2 zwischen den Anschlussstellen Ziesar und Wollin in Fahrtrichtung Potsdam und die A10 zwischen den Anschlussstellen Marzahn und Hellersdorf Richtung Frankfurt (Oder). Auch die Natur leidet wegen Trockenheit und Hitze unter Stress. Die Waldbrandgefahr steigt. Am Donnerstag mussten die Feuerwehren in Brandenburg zu mehreren Feuern ausrücken. Der Deutsche Wetterdienst spricht von einer starken bis extremen Wetterbelastung für Berlin und Brandenburg. Das Wochenende werde noch mal deutlich heißer als der Freitag. Während heute (Freitag) Temperaturen von 33 bis 36 Grad erwartet werden, erreichen die Temperaturen am Samstag 40 bis 41 Grad. Punktuell kann es Hitzegewitter mit Hagel, Starkregen und Sturmböen geben. "Die bleiben meist an Ort und Stelle", sagte DWD-Meteorologe Stefan Rubach. Am Sonntag wird es ähnlich heiß wie am Samstag. Im Westen Brandenburgs erwartet der DWD bis zu 38 Grad, in Berlin und der Lausitz bis zu 40 oder 41 Grad. "Wir kommen auf jeden Fall in die Nähe von Rekorden", sagte Rubach. Am Nachmittag und Abend nehme die Gefahr von Hitzegewittern dann wieder zu. Auch die kommenden Nächte bieten wenig Abkühlung. In der Nacht zu Freitag sollten die Temperaturen im Süden Brandenburgs noch mal auf 15 bis 18 Grad fallen, im Norden sogar auf 11 bis 14 Grad. In der Nacht zu Samstag werden dann schon 17 bis 22 Grad erwartet, vielerorts wird es also eine tropische Nacht. Die Nacht auf Sonntag werde mit 20 bis 24 Grad "deutlich unangenehmer", sagte Rubach. Die Tiefstwerte würden auch nur kurz zum Sonnenaufgang erwartet. Gegen Mitternacht sei es verbreitet noch 24 bis 29 Grad warm. Hitzewarnungen des Deutschen Wetterdienstes werden auf Hitzewarnungen.de veröffentlicht. Der DWD empfiehlt unter anderem, die direkte Sonne zu meiden und die heißen Nachmittagsstunden in geschlossenen Räumen zu verbringen. © dpa-infocom, dpa:260626-930-285814/1