Datum26.06.2026 00:00
Quellewww.zeit.de
TLDRDie Einzelkritik der deutschen Fußball-Nationalmannschaft nach einem Spiel zeigt durchwachsene Leistungen. Torwart Neuer wirkte unsicher, Kapitän Kimmich fand nicht ins Spiel. Die Abwehr hatte mit Gegentoren zu kämpfen, während im Mittelfeld ebenfalls Unsicherheiten und Ballverluste auftraten. Offensivspieler wie Sané erzielten zwar ein Tor, doch Musiala und Wirtz konnten ihre Stärken nicht voll ausspielen. Die Leistung der eingewechselten Spieler brachte keine entscheidende Verbesserung.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Fußball-Nationalmannschaft“. Lesen Sie jetzt „Die Fußball-Nationalmannschaft in der Einzelkritik“. East Rutherford (dpa) - Neuer: Wieder nicht zu null. Zu zögerlich gegen Rodriguez (73.) und packte dann beim zweiten Gegentor nicht zu. Wirkt seine Aura in der K.-o.-Phase? Kimmich: Der Kapitän findet nicht ins Turnier. Wieder fehlte hinten das Tempo und nach vorne die Präzision. Ungewöhnlich: Nach 60 Minuten ausgewechselt. Tah: Der Abwehrchef war sehr präsent. Hielt stark dagegen - besonders beim Check gegen Valencia. Aber beim zweiten Gegentor zu zögerlich. Rüdiger: Der Schlotterbeck-Ersatz agierte solide und bügelte auch manchen Fehler von Raum aus. Für eine halbe Stunde Kapitän, als Kimmich rausging. Raum: Zwei gute Flanken, sonst nix. Dem Leipziger fehlte die Bindung zum Spiel und in der Rückwärtsbewegung die Orientierung. Brown bleibt erste Wahl. Nmecha: Diesmal fehlte die große Power. Ungewöhnliche Ballverluste auch vor dem Gegentor. Der Dortmunder biss sich immerhin nach und nach ins Spiel. Pavlovic: Robust vor dem Sané-Tor. Aber: Fehlpässe, Stellungsfehler und beim ersten Gegentor getunnelt. Mit gelber Karte vorbelastet zur Halbzeit raus. Sané: Dieser Makel wäre getilgt. Sein erstes Turnier-Tor im 15. Spiel könnte zur Befreiung werden. Arbeitete auf der rechten Außenbahn viel nach hinten mit. Musiala: Seine Dribblings laufen ins Leere. Der Münchner verkomplizierte mit seinen Drehungen das Spiel. Die Physis der Gegner behagte ihm nicht. Wirtz: In der Offensive mit einem sehr großen Aktionsradius. Forderte seine Kollegen immer wieder zum Kombinationsspiel auf. Aber ohne Ertrag. Havertz: Das war nicht der Havertz der letzten Wochen. Eine Kopfball-Chance, das war es dann auch schon. Muss seinen Stammplatz jetzt mit Toren sichern. Stiller: WM-Premiere für den Stuttgarter als Pavlovic-Ersatz zur Halbzeit. Lief einige Bälle ab und haute sich auch mehrmals mächtig rein. Undav: Den deutschen Fans auf der Tribüne winkte er schon zur Halbzeitpause voller Vorfreude zu. Diesmal traf der Super-Joker aber nur das Außennetz. Thiaw: Kam für Kimmich und fügte sich gut in die Abwehr-Dreierkette ein. Aufmerksam bei einer wichtigen Kopfballabwehr. Beier: Auch für den Dortmunder das erste WM-Spiel. Wirkung für das Offensivspiel konnte er dabei aber nicht entfalten. Groß: Versuchte nach seiner Einwechslung in der schwierigen Schlussphase, die Ordnung in der Zentrale zu bewahren. © dpa-infocom, dpa:260625-930-284996/1