Datum25.06.2026 20:43
Quellewww.zeit.de
TLDR
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Rekordtemperatur“. Lesen Sie jetzt „Juni-Hitzerekord im Saarland: 38,8 Grad in Perl-Nennig“. Die extreme Hitze hat für einen Juni-Temperaturrekord im Saarland gesorgt. Am Donnerstag wurden nach vorläufigen Daten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Perl-Nennig im Landkreis Merzig-Wadern 38,8 Grad Celsius gemessen - so viel wie noch nie zuvor in einem Monat Juni an einer DWD-Wetterstation in dem Bundesland. Die nur wenige Tage alte Juni-Rekordtemperatur von 37,5 Grad, die ebenfalls auf vorläufigen Daten beruht und am 20. Juni in Saarbrücken-Burbach gemessen worden war, wurde am Donnerstag sogar ein weiteres Mal übertroffen: In Weißkirchen (Landkreis Merzig-Wadern) zeigte das Thermometer 38,4 Grad an. Der historische Höchstwert von 40,2 Grad vom 25. Juli 2019 an einer Messstation in Neunkirchen hat weiter Bestand. In Deutschland werden seit 1881 systematisch Wetterdaten aufgezeichnet. Das Messnetz des Deutschen Wetterdienstes umfasst rund 2.000 Stationen. Seit Tagen sorgt eine Hitzewelle in Deutschland für Temperaturen bis an die 40-Grad-Marke und lässt auch die Menschen im Saarland kräftig schwitzen. Die Belastung ist unter anderem deshalb so groß, weil die Temperaturen aktuell nachts keine wirkliche Abkühlung bringen. In sogenannten tropischen Nächten sinken die Werte nicht unter 20 Grad, was den Schlaf und die nächtliche Erholung beeinträchtigt. Städte heizen sich tendenziell noch mehr auf, weil sie mehr versiegelte Flächen als Orte im ländlichen Raum haben. Extreme Wetterlagen wie diese sind wegen der Klimakrise hierzulande häufiger geworden - und dürften noch weiter zunehmen. Zahlen des DWD belegen, dass die durchschnittliche Zahl der Tage mit Temperaturen über 30 Grad in Deutschland zugenommen hat. Das saarländische Gesundheitsministerium rät generell dazu, bei großer Hitze körperliche Anstrengungen im Freien zu vermeiden, um den Kreislauf nicht zu stark zu beanspruchen. Besonders ältere Menschen, Pflegebedürftige, chronisch Kranke, Schwangere oder Kinder seien gefährdet und bräuchten besondere Fürsorge. Das Ministerium rät dazu, ausreichend zu trinken, möglichst im Schatten oder zu Hause zu bleiben und nur am frühen Morgen oder späten Abend die Wohnung lüften. © dpa-infocom, dpa:260625-930-284575/2