Nachrichtenpodcast: Erdbeben in Venezuela: Kann die neue Regierung den Menschen helfen?

Datum25.06.2026 20:05

Quellewww.zeit.de

TLDRVenezuela wird von schweren Erdbeben erschüttert, die internationale Hilfe auslösen, während das Land politisch instabil ist. Eine Wiederaufbaukonferenz für die Ukraine in Danzig berät über die Finanzierung der durch den Krieg zerstörten Infrastruktur mit einem geschätzten Bedarf von 587 Milliarden US-Dollar. Philippe Sands erhält den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels für sein Engagement für Menschenrechte, Völkerrecht und internationale Verständigung.

InhaltDie Zahl der Toten in Venzuela ist weiter gestiegen. Wie trifft das katastrophale Erdbeben das politisch instabile Land? Und: Wiederaufbaukonferenz für die Ukraine. Zwei schwere Erdbeben der Stärke 7,2 und 7,5 haben den Nordwesten Venezuelas erschüttert. Die Erschütterungen zählen zu den stärksten Beben, die das Land seit mehr als einem Jahrhundert erlebt hat. Neben Spanien, Katar, Mexiko und El Salvador haben auch die USA schnelle Hilfe zugesagt. Außenminister Marco Rubio kündigte an, Such- und Rettungsteams sowie medizinische und humanitäre Hilfsgüter in das Land zu entsenden. Die Unterstützung erfolgt auf Anweisung von Präsident Donald Trump. Die Naturkatastrophe trifft Venezuela in einer politisch angespannten Phase. Nach dem Sturz des langjährigen Präsidenten Nicolás Maduro Anfang Januar wird das Land von der Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez geführt. Welche Folgen die Erdbeben für das ohnehin angeschlagene Land haben könnten, ordnet ZEIT-Auslandsredakteur Alexander Kauschanski ein. In Danzig hat die internationale Wiederaufbaukonferenz für die Ukraine begonnen. Vertreter aus Politik und Wirtschaft beraten darüber, wie die vom russischen Angriffskrieg zerstörte Infrastruktur wieder aufgebaut und langfristig finanziert werden kann. Nach Schätzungen der Weltbank werden dafür in den kommenden zehn Jahren rund 587 Milliarden US-Dollar benötigt. Polens Ministerpräsident Donald Tusk sagte der Ukraine weitere Unterstützung zu. Auch Bundeskanzler Friedrich Merz reist zu der Konferenz nach Danzig, nachdem er sich bereits am Vorabend beim E5-Treffen in Berlin mit Tusk getroffen hatte. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj nimmt an dem Treffen jedoch nicht teil. Hintergrund ist ein diplomatischer Streit zwischen Polen und der Ukraine. Vertreten wird die Ukraine stattdessen von Ministerpräsidentin Julia Swyrydenko. Was das über die Beziehungen beider Länder aussagt, erläutert ZEIT-Autor Denis Trubetskoy. Außerdem im Update: Der französisch-britische Jurist und Autor Philippe Sands erhält den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Der Börsenverein würdigt ihn als engagierten Menschenrechtsanwalt, der sich für Völkerrecht, Gerechtigkeit und internationale Verständigung einsetzt. Sands ist Professor in London und am Internationalen Gerichtshof in Den Haag tätig. Er war an zahlreichen Verfahren zu Kriegsverbrechen und Menschenrechtsverletzungen beteiligt und setzt sich auch für die strafrechtliche Verfolgung von Umweltverbrechen ein. Und sonst so: Warum immer mehr Glühwürmchen verschwinden Moderation und Produktion: Erica Zingher Redaktion: Imre Balzer Mitarbeit: Celine Yasemin Rolle Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.