Datum25.06.2026 13:00
Quellewww.zeit.de
TLDREin 17-jähriger Jugendlicher muss sich in Düsseldorf vor Gericht verantworten, weil er seine Mutter getötet haben soll. Der unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfindende Prozess wegen Totschlags thematisiert einen Vorfall am Silvestertag, bei dem die 49-jährige Frau nach einem Streit bewusstlos gewürgt und in eine Badewanne gelegt wurde. Sie verstarb zwei Tage später. Zuvor wurde der Vater des Jugendlichen wegen mehrfacher Körperverletzung und Bedrohung seiner Frau zu einer Bewährungsstrafe verurteilt.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Strafprozess“. Lesen Sie jetzt „Jugendlicher wegen Tötung seiner Mutter vor Gericht“. Ein Jugendlicher steht in Düsseldorf vor dem Landgericht, weil er seine Mutter getötet haben soll. Der Prozess gegen den inzwischen 17-Jährigen findet aus Jugendschutzgründen unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Angeklagt ist der Jugendliche wegen Totschlags. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, die fünffache Mutter am 31. Dezember vergangenen Jahres in der gemeinsamen Wohnung in Düsseldorf bewusstlos gewürgt und sie in eine mit Wasser gefüllte Badewanne gelegt zu haben. Die 49-Jährige starb zwei Tage später in einem Krankenhaus. Zeugen hatten an Silvester eine Auseinandersetzung in dem Mehrfamilienhaus bemerkt und die Polizei verständigt. Einsatzkräfte nahmen den Jugendlichen noch vor Ort fest. Wegen des Jugendschutzes teilte das Gericht nichts über ein mögliches Motiv oder weitere Details des Verfahrens mit. Am Mittwoch war der Vater des Jugendlichen vom Amtsgericht verurteilt worden. Der 49-Jährige erhielt wegen mehrfacher Körperverletzung, Bedrohung, Beleidigung, Stalking und Verstößen gegen ein Annäherungsverbot eineinhalb Jahre Haft auf Bewährung. Nach Angaben einer Gerichtssprecherin soll er seine Ehefrau über einen längeren Zeitraum misshandelt und bedroht haben. In dem Verfahren waren auch Nachrichten des Vaters an den damals 16-jährigen Sohn Thema. Nach Angaben des Gerichts sei darunter eine Nachricht gewesen, in der der Vater geschrieben haben soll, dass es ihm leidtue, dass "ihr Kinder bald ohne Eltern sein werdet". Für den Prozess gegen den ukrainischen Jugendlichen sind zunächst drei Verhandlungstage angesetzt. Der Sohn hatte damals nach seiner Festnahme zur Tat geschwiegen. © dpa-infocom, dpa:260625-930-281393/1