Datum25.06.2026 11:49
Quellewww.spiegel.de
TLDRBei einem Felssturz in Biarritz sind drei Taucher von einem 2000 Kubikmeter großen Felsen getroffen worden. Eine Frau kam ums Leben, ein Mann wird noch vermisst. Ein weiterer Taucher überlebte unverletzt, erlitt jedoch einen Schock. Der Fels brach überraschend von der Steilküste ab, was zu einer massiven Wasserfontäne führte. Die betroffene Küstenregion ist anfällig für solche Abbrüche, auch durch den Meeresspiegelanstieg infolge des Klimawandels. Das Gebiet wurde gesperrt.
InhaltEine Tote, ein Verletzter, ein Vermisster: Ein Tauchgang im französischen Biarritz endete tragisch. Ein 2000 Kubikmeter großer Felsen ist von einer Steilküste abgebrochen und ins Meer gestürzt. Etwa 2000 Kubikmeter Felsen sind im südwestfranzösischen Badeort Biarritz am Mittwochabend in der Nähe von drei Tauchern abgestürzt. Eine Frau kam dabei ums Leben, ein Mann wurde am Donnerstagmorgen nach Behördenangaben noch vermisst. Die Felsen unterhalb des Leuchtturms waren überraschend von der Steilküste abgebrochen und ins Meer gestürzt. Einer der Taucher überlebte unverletzt, erlitt aber einen Schock und wurde von Rettungskräften versorgt. Die Suche nach dem vermissten dritten Taucher wurde am Donnerstagmorgen fortgesetzt. Der nahe gelegene Badestrand der Stadt war zum Zeitpunkt des Unglücks von zahlreichen Menschen besucht. "Es war ohrenbetäubend", berichtete ein 45-Jähriger, der mit seiner Tochter zum Stand-up-Paddeln an den Strand gekommen war: "Wir hatten wirklich Angst, als wir gesehen haben, wie ein ganzer Abschnitt der Steilküste einstürzte." Als die Felsen ins Meer stürzten, habe es eine riesige Wasserfontäne gegeben. Die Stadtverwaltung von Biarritz sperrte das Gebiet um die Einsturzstelle für Taucher und Schiffe. Auch der Strand wurde vorläufig gesperrt. An der Steilküste in der Gegend von Biarritz hatte es bereits 2008 und 2018 größere Abbrüche gegeben. Der durch den Klimawandel beförderte Anstieg des Meeresspiegels verstärkt die natürliche Erosion, die zu Felsstürzen führen kann.