Ostasien: China kritisiert Japan wegen geplanter Raketenstationierung vor Taiwan

Datum24.11.2025 12:27

Quellewww.zeit.de

TLDRChina kritisiert Japans Pläne zur Stationierung von Raketen auf der Insel Yonaguni nahe Taiwan, da es die nationale Sicherheit bedroht sieht und eine militärische Konfrontation befürchtet. Der japanische Verteidigungsminister betont, dass dies die Wahrscheinlichkeit eines Angriffs auf Japan verringere. Taiwan unterstützt die japanischen Schritte zur Sicherung seiner Sicherheit. China, das Taiwan als abtrünnige Provinz betrachtet, bezeichnet die Raketenstationierung als Provokation und warnt vor Konsequenzen für die Region.

InhaltJapan setzt Pläne für eine Raketeneinheit auf der japanischen Insel Yonaguni nahe Taiwan um. Die chinesische Regierung sieht dadurch ihre nationale Sicherheit bedroht. China hat die Pläne der japanischen Regierung zur Stationierung von Raketen auf einer Insel nahe Taiwan kritisiert. Dies sei ein bewusster Versuch, "regionale Spannungen zu erzeugen und eine militärische Konfrontation zu provozieren", sagte die Sprecherin des chinesischen Außenministeriums Mao Ning.  Der aktuelle diplomatische Konflikt zwischen den beiden größten Volkswirtschaften Asiens geht auf die Ankündigung des japanischen Verteidigungsministers zurück, die Pläne zur Stationierung einer Einheit mit Mittelstrecken-Boden-Luft-Raketen auf der Insel Yonaguni schritten "stetig voran". Damit senke man die "Wahrscheinlichkeit eines bewaffneten Angriffs auf unser Land", sagte Shinjiro Koizumi am Wochenende. Die Insel Yonaguni liegt etwa 110 Kilometer vor der Ostküste Taiwans, auf der von China abgekehrten Seite des Inselstaats. Die chinesische Regierung erkennt Taiwan nicht an und betrachtet die Insel als abtrünnige Region. Ihr erklärtes Ziel ist es, Taiwan der Volksrepublik China anzuschließen. In jüngster Zeit war es wiederholt zu chinesischen Drohgebärden und Vorfällen in der Taiwanstraße gekommen. Die Stationierung japanischer Raketen vor Taiwan sieht China als Provokation. "Rechte Kräfte (...) führen Japan und die Region in eine Katastrophe", sagte Außenministeriumssprecherin Mao. China sei "entschlossen und fähig, seine nationale territoriale Souveränität zu schützen". Taiwans Regierung hingegen begrüßte den Schritt Japans. Das Land habe als souveräne Nation das Recht, seine Sicherheit zu schützen, sagte der stellvertretende Außenminister Francois Wu. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.