Datum25.06.2026 11:17
Quellewww.zeit.de
TLDRBayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger fordert mehr Gründergeist und fordert weniger Bürokratie, schnellere Verfahren und bessere Finanzierungsmöglichkeiten für Start-ups und Firmengründer. Bayern will hierbei mit Berlin und NRW kooperieren und hat dem Bund Eckpunkte für ein Gründungsbeschleunigungsgesetz vorgelegt, das den Prozess digitalisieren soll. Aiwanger sieht Bayern als "Gründerland Nummer eins" und verweist auf eine kürzlich erschienene Studie, die Bayern bei den gesammelten Investorengeldern für Start-ups vor Berlin sieht.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Existenzgründung“. Lesen Sie jetzt „Aiwanger fordert neuen Gründergeist“. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) fordert einen neuen Gründergeist im Freistaat und will Start-ups und Firmengründer aller Art besser unterstützen. "Wer ein Unternehmen starten oder übernehmen will, darf nicht zuerst an Formularen und Behörden scheitern. Weniger Bürokratie, schnellere Verfahren und bessere Finanzierungsmöglichkeiten sind der Schlüssel für mehr Unternehmertum in Deutschland", sagte Aiwanger in einer Regierungserklärung im Landtag. Dabei verwies er unter anderem auf eine gemeinsame Initiative mit Berlin und Nordrhein-Westfalen, um Firmengründungen einfacher und schneller zu machen. Die Länder haben dem Bund dazu Eckpunkte für ein Gründungsbeschleunigungsgesetz vorgelegt. Ziel ist es, eine vollständige Digitalisierung des Gründungsprozesses zu erreichen. Den Freistaat sieht Aiwanger gut aufgestellt. "Bayern ist Gründerland Nummer eins. Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht und unterstützen Gründer und Firmen-Übernehmer tatkräftig", sagte er. Damit das so bleibe, müsse der Bund allerdings die Rahmenbedingungen für Selbstständige, Gründer und Unternehmensnachfolger deutlich verbessern. Bei Start-ups hat Bayern das Land Berlin laut einer Studie der Beratungsgesellschaft EY überholt. Start-ups aus Bayern sammelten demnach 2025 rund 3,3 Milliarden Euro von Investoren ein, während Wachstumsfirmen aus Berlin auf knapp 2,7 Milliarden Euro kamen. EY sprach von einer "Wachablösung", die sich manifestiere. Laut bayerischem Wirtschaftsministerium verzeichnet der Freistaat im vergangenen Jahr 785 Start-up-Neugründungen - 46 Prozent mehr als 2024. © dpa-infocom, dpa:260625-930-280504/1