Prostitution: Expertenkommission soll besseren Schutz von Prostituierten erarbeiten

Datum24.11.2025 12:29

Quellewww.zeit.de

TLDRDie Bundesregierung hat eine Expertenkommission eingesetzt, um den Schutz von Prostituierten zu verbessern. Unter der Leitung von Tillmann Bartsch soll die Kommission innerhalb eines Jahres gesetzliche und nicht-gesetzliche Maßnahmen gegen Zwangsprostitution, Menschenhandel und Gewalt erarbeiten. Bundesfamilienministerin Karin Prien betont die Bedeutung fundierter Empfehlungen für politische Entscheidungen. Kritiker bemängeln jedoch, dass Personen aus der Prostitution nicht im Gremium vertreten sind.

InhaltDie Bundesregierung hat eine Kommission zum besseren Schutz von Prostituierten eingesetzt. Sie soll Vorschläge für gesetzliche und nicht-gesetzliche Maßnahmen erarbeiten. Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) hat eine unabhängige Expertenkommission eingesetzt, die in den kommenden Monaten Vorschläge für einen stärkeren Schutz von Prostituierten erarbeiten soll. Die Kommission solle Empfehlungen erarbeiten, "die es der Politik ermöglichen, fundierte und sachlich gut begründete Entscheidungen zum Schutz der Prostituierten zu treffen", sagte Prien zum Start der Arbeit des Gremiums. "Besonders der Kampf gegen Zwangsprostitution, Menschenhandel und Gewalt ist für die Bundesregierung ein wichtiges Anliegen." Die Kommission soll gesetzliche und nicht gesetzliche Maßnahmenvorschläge zur Verbesserung des Prostituiertenschutzes erarbeiten. Innerhalb der nächsten zwölf Monate sollen erste Vorschläge vorgelegt werden. Nach Angaben des Ministeriums gehören der Kommission zwölf Expertinnen und Experten aus Bereichen wie Strafverfolgung, soziale Arbeit und Gesundheit an. Vorsitzender der Kommission ist den Angaben zufolge der Jurist Tillmann Bartsch. Menschen, die selbst in der Prostitution arbeiten, sind in dem Gremium dagegen nicht vertreten, wie der Berufsverband erotische und sexuelle Dienstleistungen kritisierte.  Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.