Immobilienpreise steigen langsamer

Datum25.06.2026 09:02

Quellewww.spiegel.de

TLDRDie Immobilienpreise in Deutschland verzeichneten im ersten Quartal 2026 mit 1,4% eine geringere Steigerungsrate. Überraschend ist die positive Entwicklung in dünn besiedelten ländlichen Kreisen bei Eigentumswohnungen (+3,6%), während in den Metropolen Stillstand herrschte (0,3%). Bei Ein-/Zweifamilienhäusern waren Metropolen mit 1,4% am stärksten, ländliche Gebiete verzeichneten leichte Preisfälle. Nach starken Einbrüchen 2023 kühlt sich der Markt ab.

InhaltGroße Preissprünge sind bei Wohnimmobilien in Deutschland derzeit nicht drin. Ein genauerer Blick auf die Entwicklung liefert aber durchaus Überraschungen. Der Preisauftrieb für Wohnimmobilien in Deutschland hat im ersten Quartal 2026 etwas an Dynamik verloren. Im Vergleich zum Vorjahresquartal waren Häuser und Wohnungen um durchschnittlich 1,4 Prozent teurer, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Im vierten Quartal 2025 hatte der Anstieg noch 2,6 Prozent betragen, im dritten Quartal 3,2 Prozent. Dabei ist allerdings eine überraschende Entwicklung zu beobachten. Während Eigentumswohnungen in dünn besiedelten ländlichen Kreisen um 3,6 Prozent teurer wurden, war in den sieben größten Städten (Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt, Stuttgart, Düsseldorf) mit einem Plus von nur 0,3 Prozent praktisch ein Stillstand zu beobachten. In dicht besiedelten ländlichen Kreisen sanken die Wohnungspreise sogar um 0,4 Prozent. Für Ein- und Zweifamilienhäuser war der Preisanstieg wiederum in den Metropolen mit 1,4 Prozent am stärksten, während die Preise in dünn besiedelten ländlichen Kreisen um 0,8 Prozent fielen. Im Vergleich zum Schlussquartal 2025 zogen die Preise nur noch um 0,3 Prozent an. Nach eineinhalb Jahren Preissteigerungen scheint sich der Markt wieder abzukühlen. 2023 hatte es heftige Preiseinbrüche infolge der vom Ukrainekrieg ausgelösten Inflation gegeben. Zinsen und Baukosten waren gleichzeitig stark gestiegen.